Klosterflecken Ebstorf schafft zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten

Kindertagesstätte im Sonnenstudio

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Dieses ehemalige Sonnenstudio an der Ebstorfer Hauptstraße soll künftig als Kindertagesstätte genutzt werden. Vorgesehen sind eine Kindergarten- und Krippengruppe. 

Ebstorf – Da sich der Umbau der Bodwede-Schule bis in den Anfang des Jahres 2020 hinziehen wird, braucht der Klosterflecken Ebstorf zusätzliche Kindergartenplätze. Diese sollen jetzt in einem ehemaligen Sonnenstudio an der Ebstorfer Hauptstraße geschaffen werden.

Geplant ist laut Bürgermeister Heiko Senking, dass das DRK als Betreiber das Gebäude in einem ersten Schritt pachtet und umbaut. Im nächsten Schritt soll der Klosterflecken das Gebäude bis spätestens April 2020 erwerben. Dafür sprach sich der Fleckenrat auf seiner Sitzung aus. Untergebracht werden sollen dort eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern und eine Krippengruppe mit 15 Kindern.

Heiko Senking, Bürgermeister von Ebstorf

„So bekommen alle Eltern einen verlässlichen Platz, der zentral und gut erreichbar“, sagte Senking. Außerdem verzichte man auf eine teure Containerlösung, die nur vorübergehend Abhilfe schaffen würde. Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorff betonte, dass man mit diesem Objekt auch für die Zukunft Luft habe. Denn man berücksichtigte die Entwicklung in den Baugebieten.

Hans-Peter Hauschild, SPD-Fraktion

„Wir schaffen Plätze für die Zukunft, damit wir nicht mehr nur reagieren müssen, sondern auch agieren können“, befand auch Hans-Peter Hauschild von der SPD. Mit diesem Objekt stelle sich der Klosterflecken gut für die Zukunft auf.

Kritik am Standort des geplanten Kindergartens gab es hingegen von der CDU. Man werde dem Ganzen zwar zustimmen, aber man hätte einen weiteren Kindergarten am Domänenplatz besser gefunden, machte Stefan Gust-von Loh deutlich. Dafür hätte das Mehrgenerationenhaus (MGH), das zurzeit im Amtskornhaus untergebracht ist, in das Objekt an der Hauptstraße umziehen können. „Eine Zentrierung an einem Standort wäre für die Eltern besser“, erklärte Laura Schartner-Scharft. Außerdem liege der künftige Kindergarten an einer viel befahrenen Straße und in unmittelbarer Nähe zu einem Gewässer, gab sie zu bedenken.

Der Idee, das MGH umzuquartieren, erteilte Hauschild eine klare Absage. Dafür gebe es keine Mehrheit im Rat und auch ein diesbezüglicher Antrag sei abgelehnt worden. Außerdem sei am Domänenplatz nicht genügend Platz vorhanden. Bürgermeister Senking betonte, dass man das Gebäude mit einem bestimmten Zweck erwerben müsse, um auch Förderungen bekommen zu können und dieser sei eben ein Kindergarten.

VON LARS LOHMANN

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