Senking: Attraktivität des Klosterfleckens steigt / Kaum noch leerstehende Gebäude im Zentrum

Ein Ort jungen Lebens: "Ebstorf explodiert"

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In der Lüneburgerstraße in Ebstorf soll bald kein einziges Gebäude mehr leer stehen. Mit einer Vielfalt an Restaurants oder Ärzten ist das Zentrum der Stadt, laut Bürgermeister Heiko Senking, gut aufgestellt.

Ebstorf. „Ebstorf explodiert“, so beschreibt Bürgermeister Heiko Senking das Geschehen im Klosterflecken. Egal ob Ärzte, Restaurants oder Kneipen: In der Mitte von Ebstorf findet man sie alle.

Wer durch die Lüneburger Straße fährt, erkennt, dass sich dort kaum noch ein leeres Gebäude befindet. Ebstorf ist laut Senking gut aufgestellt. Im Zentrum wird es bald zu einem weiteren „Lückenschluss des Leerstandes“ kommen und auch die Attraktivität als Wohnort steigt.

„Klar geht immer mehr, aber das ist Meckern auf hohem Niveau“, sagt er. Angesichts des Kneipensterbens auf den Dörfern könne man froh sein, überhaupt noch Gastronomen zu haben – und dann auch noch so junge. Auch das Alter der Ärzte verspreche, dass Ebstorf in den folgenden Jahren gut versorgt sei. „Da ist schon eine ganze Menge Leben, junges Leben“, beschreibt Senking die momentane Entwicklung im Zentrum.

Die vielen Lebensmittelgeschäfte an der Bahnhofsstraße sieht Senking hingegen nicht als Konkurrenz des Ortskerns an. In anderen Städten sei es normal, dass diese weiter außerhalb liegen würde, da im Ortskern die Fläche fehle. „Alle grundlegenden und wichtigen Dinge sind im Zentrum und gut zu Fuß zu erreichen“, so Senking. Trotzdem sei es Gesprächsthema, ob und wie eine zentralere Lage solcher großflächigen Läden möglich wäre.

Nicht nur die vielfältigen Geschäfte sorgen für die „Explosion“ des Klosterfleckens, denn durch Ebstorf führt auch einer der Hauptwege nach Lüneburg. „Früher sind nur drei Autos mit mir zur Arbeit nach Lüneburg gefahren, heute fährt man Kolonne“, sagt Senking. Für Pendler ist Ebstorf deswegen ein attraktiver Wohnort. Gerade für junge Familien sei es von Vorteil, ländlicher, aber trotzdem zentral zu wohnen und gute Anbindungen zu haben, so der Bürgermeister. Außerdem würden die vielen Durchfahrer teilweise zum einkaufen anhalten, sodass die Parkplätze oft prall gefüllt seien.

Wenn sich die Wirtschaftsgemeinschaft neu aufgestellt habe, sei es möglich, dass noch weitere Impulse gegeben werden und andere Ideen entstehen. „Wir arbeiten von allen Seiten zusammen daran“, bekräftigt der Bürgermeister des Klosterfleckens Ebstorf. Trotz der heutigen Zeit des Online-Shoppings erlebe Ebstorf aktuell einen „positiven Höhepunkt“, aber das „heißt nicht, dass man sich zurück lehnen darf“, sagt Senking motiviert.

Von Lea-Sophie Penner

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