Wriedel: Mastgegner sammeln Unterschriften gegen Hähnchenmastställe

„Wir geben jetzt weiter Gas“

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Wriedel/Schatensen. „Wir geben jetzt weiter Gas“, sagt Jorge Wittersheim. Zusammen mit seinen Mitstreitern von der Bürgerinitiative (BI) will der Wriedeler die Pläne von Landwirt Frank Elsner durchkreuzen.

Der plant nämlich den Bau von zwei Hähnchenmastanlagen für jeweils 42 000 Tiere am Rand von Schatensen, einem Ortsteil von Wriedel.

Der Bauantrag des Wriedeler Landwirts kann seit gestern im Kreishaus in Uelzen und bei der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, im Bad Bevenser Rathaus, eingesehen werden. Bis zum 21. Dezember liegen die Unterlagen dort aus. Von Montag an werden Kopien des Bauantrags auch auch im Mitmachladen in Wriedel hinterlegt. „Im Mitmachladen werden nicht nur die Unterlagen, sondern auch Unterschriftenlisten liegen. Wir werden gemeinsam Einspruch einlegen“, sagt Wittersheim. Einwendungen gegen den Bau der Mastställe können laut Genehmigungsverfahren bis 5. Januar 2013 schriftlich beim Landkreis eingereicht werden.

Damit ihnen Formalien keinen Strich durch die Rechnung machen, wollen die Mitglieder der BI mit einem Gutachter zusammenarbeiten. „Er soll den Bauantrag abklopfen und feststellen, wo wir ansetzen können“, erklärt Wittersheim. Zwei Ansatzpunkte haben die BI-Mitglieder bereits ausgemacht: Die Frage der Zuwegung sei nicht hinreichend geklärt. Wittersheim: „Wir gehen davon aus, dass die Zuwegung nicht reichen wird und eine neue Straße für mehr als 700 000 Euro gebaut werden muss. Außerdem ist in dem Genehmigungsverfahren keine Umweltverträglichkeitsstudie vorgesehen und wir gehen davon aus, dass 500 Meter entfernt von den geplanten Ställen ein Haus steht.“

Die Finanzierung des Experten könnten sich die Mastgegner über einen unkonventionellen Weg vorstellen: Eine Benefiz-Veranstaltung im Wriedeler Mitmachladen könnte Geld in die Kasse der BI spülen. Das nächste Treffen der Bürgerinitiative ist für den kommenden Mittwoch, 28. November, geplant. Im Mitmachladen an der Wriedeler Hauptstraße soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Beginn ist um 17 Uhr.

Von Wiebke Brütt

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