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GWK investiert in Ebstorf

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Perspektive des geplanten dreistöckigen Neubaus in Ebstorf.
23 barrierefreie Zwei-Zimmer-Wohnungen für Singles, Paare und Senioren sollen Im Wiesengrund in Ebstorf entstehen. © GWK uelzen

Der Boden ist planiert. Am Tor hängt bereits ein Plakat, das zeigt, was hier Im Wiesengrund geplant ist. Nach den Bungalows an der Bahnhofstraße plant die Gesellschaft für Wohnungsbau (GWK) des Landkreises Uelzen erneut einen Neubau in Ebstorf. Noch in diesem Jahr oder spätestens bis 2024 soll hier ein Mehrparteienhaus mit 23 Wohnungen entstehen.

Ebstorf – Geplant sind barrierefreie Zwei-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche von 55 bis 65 Quadratmetern, zwei davon rollstuhlgerecht – geeignet vor allem für Singles, Paare und Senioren. „Wir sind generell der Meinung, dass die kleineren Wohnungen gefragter sind. Die jungen Familien ziehen in die Neubaugebiete“, erklärt der Abteilungsleiter Technik der GWK Matthias Grohne.
Der Neubau wird als Kfw-55-Haus, also besonders hoch gedämmt, aus Hochlochziegeln ganz ohne Styropor oder Dämmwolle errichtet. Beheizt wird es ausschließlich mit einer Wärmepumpe. Noch offen ist, ob es auch eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung gibt. Das Dach wird begrünt.

Grüntöne sollen Gebäude in die Landschaft einpassen

In Grüntönen werden auch die Abstellräume auf den Balkonen gestaltet. Die auffälligen Farbelemente gehören zum Konzept der GWK. Hier wolle man sich an die umgebende Natur und die Schwienau anpassen und zugleich ein frisches Erscheinungsbild bieten, erläutert Grohne. „Der Standort war für uns ideal, weil er im Zentrum liegt, eine relativ große Fläche bietet und weil sich der Neubau durch die leichte Hanglage gut integriert“, erklärt der Architekt.

Bezahlbarer Wohnraum, aber angemessen für die Baupreise

Die geschätzten Baukosten betragen über drei Millionen Euro, allerdings sind die Preise am Bau seitdem schon wieder gestiegen. „Wir haben die Aufgabe bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, aber angemessen für die Baupreise“, stellt Grohne klar.
Günstige Wohnungen sind derzeit Mangelware in Ebstorf, Bienenbüttel und Bad Bevensen. Die Kommunalpolitik im Klosterflecken macht sich Gedanken darüber, wie möglicherweise mit der GWK Abhilfe geschaffen werden kann (AZ berichtete). Erste unverbindliche Gespräche seien bereits geführt worden, bestätigt Grohne. Die GWK ist mit über 1500 Wohnungen größter Vermieter im Kreisgebiet. Weitere Neubauvorhaben sind laut Grohne nicht geplant. Im Vordergrund stehe die Sanierung.

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