„Tanz der Vampire“ versetzt Wriedeler Zuschauer in die Bergwelt von Transsylvanien

Wo gruselige Grafen schweben...

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Die Bühne wurde zum Tanz-Saal der Vampire: Gruselige Gestik und eindrucksvolle Mimik fand großen Applaus beim Publikum in Wriedel.

Wriedel. Bereits zum sechsten Mal hat die Musical-Gruppe unter der Regie von Mareen Brühl ein Musical einstudiert und zur Begeisterung der Zuschauer auf die Bühne in Wischhofs Gasthaus in Wriedel/Schatensen gebracht.

Direkt nach den Sommerferien im vergangenen Jahr hatte sich die Gruppe der tanzbegeisterten jungen Leute getroffen und gemeinsam für den „Tanz der Vampire“ entschieden. Bei Entstehung der Gruppe fanden sich „nur“ mutige Mädchen als Teilnehmer, doch nach und nach trauten sich auch immer mehr männliche Darsteller an die Herausforderung heran.

Bühnenbild und Kostüme wurden entworfen und gebastelt. Mareen Brühl hat durch ihre berufliche Erfahrung in der Touristikbranche viele beeindruckende Ideen, um die Geschichte verständlich auf die Bühne zu bringen. Fleißige Helfer unterstützten das Engagement der jungen Leute immer gern. Der 70-jährige Gerhard Heidinger erhielt ein Extra-Lob für seine handwerkliche Hilfe, weil er für diese Aufführung „mal eben“ eine Nebenbühne gebaut hat. Mit originellen Mitteln gelang es der Truppe, drei verschiedene Räume und einen Flur gleichzeitig auf die Bühne zu zaubern.

Nichts ist wirklich bunt im Wirtshaus in der Bergwelt Transsylvaniens, in der der mit reichlicher Haarpracht gesegnete Professor Abronsius und sein schüchterner Assistent Alfred nach Vampiren suchen wollen. Die Farbgebung ist vampirgerecht gruselig gehalten, aber durch einzelne blutrote Farbtupfer werden unauffällig wichtige Akzente gesetzt. Die Vorliebe der Bewohner für Knoblauch macht sie schließlich verdächtig und lässt das nahe Schloss erahnen. Und dann schwebt auch schon der beeindruckende Graf von Krolock durch die Zuschauer.

Nach der Pause hat sich das Bühnenbild dann im zweiten Akt in das Schloss verwandelt. Nebelschwaden tauchen auf, Ketten rasseln von der Decke. Beim Alptraumtanz huschen zusätzlich finstere Vampire aus Merles Fitnessgruppe über die Bühne und durch den Zuschauerraum. Die blonde Wirtstochter Sarah, in die sich der schüchterne Alfred sofort verliebt hat, kann schließlich den Lockungen des Grafen nicht wiederstehen und lässt sich beißen, so dass die Geschichte ein schauriges Happy End hat.

Die zu Beginn wöchentliche Probenarbeit steigerte sich kurz vor der Aufführung auf tägliche Proben, die aber auch mit perfekter Darstellung überzeugt haben. Hingebungsvolle Mimik, die auch in der Gruppe immer zum Text passte, und synchrone Tänze bekamen langanhaltenden Applaus. Wer am nächsten Wochenende keine Angst vor Vampirbissen hat, sollte sich diese außergewöhnliche Aufführung nicht entgehen lassen.

Von Monika Buhr

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