Grünes Licht für dritte Gruppe

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Ebstorfs Familienausschuss spricht sich für die Einrichtung einer dritten Gruppe in der Ebstorfer Krippe aus. Nun ist der Verwaltungsausschuss am Zuge.

Ebstorf - Von Wiebke Brütt. Gute Nachrichten für Eltern von Kleinkindern: Der Familienausschuss des Klosterfleckens Ebstorf empfiehlt, zum 1. April eine dritte Krippengruppe an der Fischerstraße einzurichten. Bevor diese Entscheidung rechtskräftig wird, muss sie jedoch noch vom Verwaltungsausschuss abgesegnet werden.

Lange haben Politik, Verwaltung und DRK beraten – auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Familie, Freizeit und Kultur ging es dann am Mittwoch ganz schnell: Einstimmig gaben die Politiker ihre Empfehlung für die Einrichtung einer dritten Krippengruppe ab. Und das, obwohl weiterhin keine der anderen Mitgliedsgemeinden des Alten Amtes Ebstorf bereit ist, sich mit dem Gemeindeanteil an der Finanzierung weiterer Krippenplätze zu beteiligen, falls ein Kind ihrer Gemeinde in der Tagesstätte betreut wird. Schließlich sind sie erst zum 1. August 2013 verpflichtet, Krippenbetreuung vorzuhalten. Bis dahin wollen sie ihren Bedarf beispielsweise über Tagesmütter abdecken.

Ein Zustand, der bei den Ebstorfern weiter für Unmut sorgt. Denn immerhin vier Anmeldungen für Kinder von außerhalb liegen der Verwaltung zum 1. April vor.

„Das ärgert mich maßlos, wenn einige Leute sagen, sie zahlen ihren Teil nicht. Das sind Entscheidungen zu Lasten der Kinder“, machte Heiko Senking, Vorsitzender der UWE deutlich. „Die Zahlen sind erreicht, darum sollten wir die Gruppe auch einrichten.“

Im Juli hatte der Fleckenrat beschlossen, zum April hin eine dritte Krippengruppe zu eröffnen, wenn bis dahin mindestens acht Anmeldungen vorliegen. Der aktuelle Stand: zwölf Kinder –acht aus dem Klosterflecken und vier aus anderen Gemeinden der Samtgemeinde sind vorgemerkt. Den Gemeindeanteil für die auswärtigen Kinder wird nun der Klosterflecken tragen müssen, die Eltern dieser Lütten zahlen den Höchstbeitrag nach der Sozialstaffel – eine Kombination, die den Politikern lieber als ein vollkommener Verzicht war. „Jeder Elternbeitrag zusätzlich, ist ein Beitrag für die fixen Kosten, die wir für die Krippe zu zahlen haben“, sagte Eleonore Ginkowski (SPD). Ulf Schmidt (CDU) stimmte dem zu. Die Frage nach der dritten Gruppe habe bei Eltern für Verunsicherung gesorgt. „Ich gehe davon aus, dass die Krippe bald voll sein wird – dadurch, dass die Geschichte jetzt sattelfest wird. Bisher konnten wir keine festen Zusagen machen. Nun können Eltern planen“, schätzt Sachbearbeiterin Tanja Christensen-Schulz ein.

Die im April 2010 eröffnete Krippe an der Ebstorfer Fischerstraße hatte zunächst nur mit zwei von drei geplanten Gruppen den Betrieb aufgenommen, da nicht genügend Anmeldungen vorlagen. 45 Kinder hätten in ihr Platz. Inzwischen sind die beiden bestehenden Gruppen ausgelastet, der dritte Gruppenraum könnte im April besetzt werden.

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