B 4-Umleitung bereitet zum Schulbeginn in Ebstorf Sorgen / Sicherheitsmaßnahmen angeordnet

„Gestiegenes Gefahrenpotenzial“

Über die Lüneburger Straße in Ebstorf führt derzeit die Umleitungsstrecke für die gesperrte B 4. Der Flecken sorgt sich um die Sicherheit der Schulkinder. Foto: Bräutigam
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Über die Lüneburger Straße in Ebstorf führt derzeit die Umleitungsstrecke für die gesperrte B 4. Der Flecken sorgt sich um die Sicherheit der Schulkinder.
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Ebstorf. Die auf acht Wochen verlängerte Vollsperrung der Bundesstraße 4 zwischen Tätendorf und Kirchweyhe wird auch Auswirkungen auf den Klosterflecken Ebstorf haben. Hier führt nämlich die Umleitungsstrecke gen Süden entlang.

Und: Das wird auch mit dem Ende der Sommerferien und dem Beginn des neuen Schuljahres noch so sein. Und genau das hat Politik und Verwaltung dermaßen in Sorge versetzt, dass der Landkreis Uelzen jetzt auf ihren Antrag verschiedene Sicherheitsmaßnahmen im Ort ergreift.

So werden an der Lüneburger Straße (L 233) am Ortseingang aus Lüneburg kommend nicht nur Tempo-30-Schilder für den Bereich der Kurvenlage angebracht, sondern auf der östlichen Fahrbahnseite kurz hinter der Kurve und der Einmündung in die Wessenstedter Straße auch Warnbaken aufgestellt. In Höhe des Hauses Lüneburger Straße 23 wird außerdem ein Zebrastreifen eingerichtet. All dies soll in der nächsten Woche rechtzeitig zum Schulbeginn geschehen.

Tempo 30, Warnbaken und ein Zebrastreifen – nächste Woche wird sich an der Lüneburger Straße einiges ändern.

Einen brisanten Bereich mit Beginn des Schuljahrs sieht Ebstorfs Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf auch ein Stück weiter ortseinwärts. Der Klosterflecken hatte dort die Installation einer Ampelanlage gefordert, um den gegenläufigen Verkehr im Bereich der Kurve an der Georgsanstalt zu entschärfen, sagt er. „Immer wieder fahren Lkws über die Hochborde auf die Gehwege und in die Rabatten. Gleichzeitig ist dort reger Abbiegeverkehr von Linksabbiegern in die Lüneburger Straße.“ Der Schulbusverkehr, so Oelstorfs Befürchtung, werde nach Ende der Ferien verstärkt hinzukommen, wenn Eltern ihre Kinder mit ihren Autos zur Grundschule bringen und Schüler die Straßen zur Grundschule queren müssen. „Unsere Grundschule hat etwa 260 Schüler“, gibt der Gemeindedirektor zu bedenken. „Gerade zum Schulbeginn und zum Schulende ist auch ein starker Berufsverkehr zu verzeichnen.“ Auf eine Ampelanlage wollte der Landkreis dennoch verzichten – wegen der Kurzfristigkeit der Umleitung und des erheblichen Installationsaufwandes.

Wilhelm Oelstorf appelliert zum Schulbeginn umso mehr an erhöhte Vorsicht: „Die Eltern sollten wegen des erheblich gestiegenen Gefahrenpotenzials ihr eigenes Verhalten beim Transport der Kinder nach den Ferien überdenken und gegebenenfalls andere Wege zur Schule finden.“ Auch sollten rechtzeitig vor Beginn der Schule gefahrlosere Wege mit den Kindern abgestimmt werden.

Von Ines Bräutigam

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