Gesamtpaket zur Naherholung

Wiesensee, Domänenpark, Mühlenteich – Ebstorfs Bürgermeister schlägt Konzept vor

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Zustände, die den Ebstorfern so nicht mehr gefallen (von links): Für die abgerissene Brücke am Wiesensee und den See als solchen, für den Domänenpark sowie den Mühlenteich sollte ein Gesamtkonzept zur Naherholung im Klosterflecken gestrickt werden, schlägt Bürgermeister Heiko Senking vor.

Ebstorf. Viel wurde und wird über die abgerissene Wiesenseebrücke und ihre Erneuerung diskutiert.

Auch der dürftige Zustand des Wiesensee als Ganzes ist in den kritischen Fokus der Ebstorfer geraten, und im Domänenpark sowie am Mühlenteich, der allmählich trocken fällt, müsste sich ebenfalls dringend etwas tun. Bürgermeister Heiko Senking (UWG) schlägt jetzt ein Konzept vor, mit dem diese Ebstorfer Schätzchen zu neuem Leben erweckt werden könnten: ein Konzept zur Naherholung im Klosterflecken.

„Allein über eine Wiesenseebrücke zu reden, ist meiner Meinung nach zu kurz gesprungen“, erklärt Senking. Neben den oben genannten Stellen seien auch der Parkplatz „und das Drumherum“ gegenüber dem Gasthaus „Zum Unteren Krug“ nicht mehr ansehnlich, und auch die Claudiusbrücke und die Brücke beim Bad müssten dringend saniert werden. „Alles in Allem könnte man jetzt auf den Gedanken kommen, die Sachen zu verbinden“, findet der Bürgermeister.

Und so sieht seine Idee aus: Aus der Gesamtsituation solle ein Konzept entwickelt werden, für dessen Umsetzung Fördertöpfe angezapft werden könnten. „Die es zweifelsohne für Natur- und Tourismusprojekte eher gibt als allein für eine Brücke“, ist Heiko Senking überzeugt. „Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung, selbst wenn es ein wenig länger dauern sollte, ist sicher gegeben“, glaubt er. „Wenn wir in einzelnen Parzellen denken, kommen bestenfalls Teillösungen heraus.“

Eine Ortsbegehung zu den neuralgischen Punkten im Klosterflecken sei bereits anvisiert, berichtet der Bürgermeister. „Sie dient auch dazu, auszuloten, wie und in welchem Umfang wir gemeinsam dort nachhaltig etwas verändern wollen und können.“ Spezialisten, Naturschutz, Verwaltung und Politik sollen sich gemeinsam auf den Weg machen und Lösungen ausloten, mit denen auch die unterschiedlichen Interessen der Fraktionen und Gruppen im Rat des Klosterfleckens Ebstorf befriedigt werden könnten, sagt Heiko Senking. Anschließend müsse eine Prioritätenliste festgelegt werden, müssten Fördertöpfe für das Gesamtkonzept wie auch für Einzelmaßnahmen – wie zum Beispiel für die Rettung der Teichmuschel im Mühlenteich – akquiriert werden. Gleichzeitig sollten optional Gelder in die Haushalte der nächsten fünf Jahre eingestellt werden, schlägt der Ebstorfer Bürgermeister vor, und er betont: „Ich bin davon überzeugt, dass, wenn wir gemeinsam und mit all unseren Ideen so ein Projekt ins Leben rufen, begleiten und zu Ende bringen, alle eine Menge für Ebstorf erreichen können.“

Von Ines Bräutigam

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