Standort Velgen wird vorerst nicht erweitert / Versand reduziert Mitarbeiterzahl

Deerberg: Millionen-Anbau auf Eis

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Anders als geplant, wird in Velgen zwar die Verkaufsfläche erhöht. Ein größerer Anbau mit Verlagerung der Abteilungen kann vorerst aber nicht realisiert werden.

wb Velgen/Lüneburg. Doppelter Rückschlag für Deerberg: Anders als geplant, wird der Textilhandel seinen Hauptsitz in Velgen vorerst nicht erweitern.

Außerdem sind die Umsätze des Unternehmens, das auf Online-Versand und Filialverkauf setzt, nicht so stark gewachsen, wie prognostiziert. Die Folge: Die Zeitverträge mehrerer Dutzend Angestellter werden nicht verlängert.

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Betroffen sind Mitarbeiter der Logistik und des Callcenters in Lüneburg. Am Standort Velgen wird es jedoch keine Einschnitte geben – der Standortverkauf laufe anders als das Versandgeschäft gut. So seien sogar Filialeröffnungen in Köln und Nürnberg geplant. In Hannover, Oldenburg und Münster ist das Unternehmen bereits präsent. „Wir erwarten in diesem Bereich deutliche Zuwächse“, kündigt Geschäftsführer Stefan Deerberg gestern im AZ-Gespräch an. Auch die Ladenfläche des Stammsitzes Velgen soll eigentlich vergrößert werden, wie Julia Aschenbrenner vom Deerberg-Versand auf Nachfrage bestätigt. Angedacht ist eine Erweiterung von 800 auf etwa 1200 Quadratmeter. Doch genauso wie Erweiterungspläne im größeren Stil, bei denen die Abteilungen Einkauf und Marketing in Velgen zusammengezogen werden sollten, liegen diese Ideen derzeit auf Eis. Der Grund: Man habe sich mit Grundstückseigentümern vor Ort nicht einigen können, erklärt Stefan Deerberg. Im November 2013 hatte das niedersächsische Wirtschaftsministerium bereits 1,4 Millionen Euro Fördergelder für die Vergrößerung des Unternehmens zugesagt (die AZ berichtete).

Gefragt nach dem Personalabbau in seinem Unternehmen, betont Stefan Deerberg: „Es gibt aber keine Kündigungswelle. Wir verlängern Probezeiten derzeit nicht.“

Von Wiebke Brütt

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