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Gemeinde Hanstedt I plant Neubau für Kindertagesstätte

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Von: Gerhard Sternitzke

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Die betreuerinnen der Villa Kunterbunt in hanstedt I
Ellen Gimpel, Sabine Zetler und Leiterin Verena Maaß (von links) betreuen in der Hanstedter „Villa Kunterbunt“ 19 Kinder. Doch der DRK-Kindergarten ist zu klein. Sechs Kinder mussten abgelehnt werden. © Sternitzke, Gerhard

Ganze 19 Kinder werden in der „Villa Kunterbunt“ an der Hanstedter Dorfstraße betreut. Krippen- und Kindergartenkinder bilden eine einzige Gruppe wie in einer großen Familie. Da es dort zunehmend enger wird, plant die Gemeinde Hanstedt einen Zwei-Gruppen-Neubau.

Hanstedt I - „Unsere Kindertagesstätte hat nicht mehr die Kapazitäten, die wir brauchen“, berichtet Bürgermeister Karl-Otto Menk. „Wir haben starke Geburtenjahrgänge.“ Die Gemeinde Hanstedt musste zum neuen Kindergartenjahr bereits sechs Kinder ablehnen. Für das nächste Kindergartenjahr werden 13 Dreijährige, zehn Zweijährige und 16 Einjährige erwartet.

Das sei nicht nur Folge der in den vergangenen Jahren entstandenen Baugebiete. Die Generation der um 1990 Geborenen bekomme jetzt Nachwuchs. Zudem werden die Kinder heute häufig schon früher, im Alter von zwei Jahren angemeldet. Die Eltern der abgelehnten Kinder mussten auf die Kitas in Wriedel und Natendorf ausweichen.

Eine Erweiterung in dem vorhandenen Gebäude kommt für Menk nicht infrage. Die Kirche habe damit auch andere Pläne. Stattdessen möchte die Gemeinde auf einem über 2000 Quadratmeter großen Grundstück im Ortskern neu bauen. „Eine Bauvoranfrage läuft“, teilt Menk mit. Er rechnet mit Kosten ab 1,5 Millionen Euro aufwärts, wobei er mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent rechnet. Fertigstellung: Ende 2023 oder 2024. Für die Idee, auf dem Sportplatz vorübergehend eine Waldkindergarten-Gruppe einzurichten, gab es keine Genehmigung.

Die Ratsleute haben bereits vergleichbare Neubauten besichtigt. Besonders angetan ist Menk von der Kita Wunderland in Veerßen, die in Holzmodulbauweise errichtet wurde. Die lasse sich schnell mit dem Autokran errichten, wodurch die Bauzeit verkürzt werden könne.

Bedacht werden müssen auch heutige Anforderungen – etwa ein Schlafraum für die unter Dreijährigen. Werden die Öffnungszeiten verlängert, wie von manchen Eltern aus beruflichen Gründen gewünscht, wird auch eine Küche für das Mittagessen gebraucht. Überlegt wird zudem, in dem Neubau auch das Gemeindebüro unterzubringen.

Auch in einem Neubau der DRK-Kita soll das Prinzip der gemischten Gruppen beibehalten werden. „Das bietet unheimlich viele Möglichkeiten. Es ist schön zu sehen, wie die Großen den Kleinen helfen“, sagt die Leiterin Verena Maaß. „Und sie haben konstante Bezugspersonen bis zum Namen schreiben.“ Wegen des höheren Betreuungsaufwands wird dabei jedes Kind unter drei Jahre doppelt gezählt.

Die Pläne der Gemeinde verfolgen die Erzieherinnen der „Villa Kunterbunt’“ gespannt. „Das Schönste ist“, sagt Verena Maaß, „dass wir dann mehr Platz haben und mehr Eltern einen Platz anbieten können.“

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