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Freibad Waldemar in Ebstorf: Neue Außenbecken werden bis 2024 fertig

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Von: Gerhard Sternitzke

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Die Becken des Freibades Waldemar ohne Wasser.
Die Ebstorfer müssen bis 2024 auf den Freibadbereich des Waldemar verzichten. © Privat

Der Umbau des Ebstorfer Freibades Waldemar soll bis zur Saison 2024 abgeschlossen sein. Das Bad soll bis dahin einige neue Attraktionen bekommen, zum Beispiel einen Wasserfall und Massagedüsen im Nichtschwimmerbereich, sowie ein neues Kinderbecken mit einem Aufenthaltsbereich für Eltern und Großeltern.

Ebstorf – Der Druck aus Ebstorf wächst. Das samtgemeindeeigene Waldemar soll zwar für vier Millionen Euro einen neuen Außenbereich erhalten, aber zunächst einmal ist der Frust groß, weil das Freibad bereits im vorigen Jahr wegen eines Lecks geschlossen blieb. Der geplante Fertigstellungstermin bis Ende 2023 ist fraglich. Laut dem stellvertretenden Bauamtsleiter Oliver Willing steht das neue Freibad bis zur Saison 2024 zur Verfügung. Einem Teil der Kommunalpolitik dauert das zu lange.

„Seit 2019 sind die Fördermittel da. Wir verlieren die Freibadsaison 2022 bis 2024“, monierte der Ebstorfer Ratsherr Jens Ziegeler (UWG) am Mittwoch im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen der Samtgemeinde. „Das ist, finde ich, ein Trauerspiel, dass man für ein Freibad fünf Jahre braucht, um es umzusetzen.“ Die Saison 2024 ist laut Willing nicht gefährdet, aber auch andere Ausschussmitglieder drängen auf eine schnellere Umsetzung.

„Es versetzt mich in Schrecken, dass das Bad erst 2024 fertig wird“, sagte Andreas Czerwinski (CDU). „Wenn es im Winter Frost gibt, verlieren wir nicht nur Zeit, sondern auch zwei Millionen Euro.“ Das ist die Höhe des Zuschusses. „Ich glaube, wir müssen hier richtig Gas geben“, forderte Czerwinski. „Das ist eines der größten Projekte der Samtgemeinde.“ Auch sein Ebstorfer Parteikollege Stefan Gust-von Loh drängt: „Erst im September die Ausschreibung – das ist sehr spät.“ „Lieber gestern als morgen“, meinte auch Corina Großmann (SPD). In Sachen Fördergelder beruhigte der stellvertretende Bauamtsleiter: „Wir haben selbstverständlich mit der N-Bank Kontakt aufgenommen. Eine Verlängerung des Förderzeitraums ist in Aussicht gestellt.“

Das neue Ebstorfer Freibad wird auf jeden Fall einen höheren Freizeitwert ausweisen. Die Familientauglichkeit wird, wie berichtet, auf Kosten der Bahnen erhöht, und zwar auf ein Verhältnis drei zu zwei. Das bedeutet 500 Quadratmeter für die Nichtschwimmer mit verschiedenen Attraktionen wie Wasserfall und Massagedüsen. Um ein Sonnendeck herum geht es dann in den auf 300 Quadratmeter verkleinerten Schwimmerbereich sowie einen gesonderten Sprungbereich. Körperlich eingeschränkte Menschen können über den erhöhten Beckenrand einsteigen.

Geplant ist auch ein neues Kinderbecken mit unterschiedlich tiefen Flächen und einem Aufenthaltsbereich für Eltern und Großeltern. Auf die 700 000 Euro schwere Attraktion für die Kleinsten will die Kommunalpolitik auf keinen Fall verzichten. Eingespart werden könnten jedoch ein Duschplatz und eine Einstiegstreppe für das Schwimmerbecken. Die Gesamteinsparung beträgt dann knapp 38 000 Euro. Die Gesamtkosten reduzieren sich auf rund 4,5 Millionen Euro.

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