Ebstorfer Fleckenrat beschließt Haushalt 2017 – und will Neubürger gewinnen

Fokus liegt auf Bauland

Die Wiesenseebrücke soll erneuert werden. Archivfoto: ib
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Die Wiesenseebrücke soll erneuert werden.
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Ebstorf. „Nichts brauchen wir mehr als Menschen, die hier bei uns wohnen und arbeiten wollen. “ Diese Feststellung unterstrich Ebstorfs Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf, als er am Montagabend in der Sitzung des Rates den Haushalt 2017 für den Klosterflecken einbrachte.

Und so beinhaltet das Zahlenwerk – das mit Erträgen und Aufwendungen von je rund 5,24 Millionen Euro ausgeglichen ist – auch eine Reihe von Posten, die Menschen das Wohnen und Arbeiten im Klosterflecken schmackhaft machen sollen.

Die Arbeit des Mehrgenerationenhauses (53 800 Euro) wird ebenso mitfinanziert wie in die Betreuung in den Kindertagesstätten (638 900 Euro). Doch investieren werden die Ebstorfer in diesem Jahr vor allem in die Schaffung von neuen Grundstücken für Häuslebauer. So sind unter anderem 80 000 Euro für den Erwerb von Bauland an der Hofkoppel und mehr als eine Million Euro für die Erschließung des Baugebiets an der Wessenstedter Straße im Haushalt eingeplant. Finanziert werden diese und alle anderen Investitionen unter anderem durch eine Neukreditaufnahme von 263 500 Euro.

Die ganz große Mehrheit des Fleckenrats trägt den Haushalt 2017 mit. Lediglich Jens Ziegeler (UWG) lehnte ihn komplett ab. Zwei weitere Nein-Stimmen gab es sonst nur beim Finanzhaushalt sowie eine weitere Nein-Stimme und zwei Enthaltungen beim Investitionsplan.

CDU-Fraktionschef Ulf Schmidt stellte fest, dass die Fusion mit den Bevensern „richtig und ein voller Erfolg“ gewesen sei. Die Haushaltszahlen belegten dies. Ihn freue vor allem, dass sich Geld für den Neubau der Wiesenseebrücke im Etat befinde. Gudrun Klippe (Grüne) betonte unter anderem, dass sich ihre Fraktion anstelle eines Radwegneubaus nach Wittenwater eine Alternative gewünscht hätte – nämlich die Nutzung des Gemeindeverbindungswegs, der etwa 700 Meter entfernt parallel zum geplanten Radweg verlaufe.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Peter Hauschild und FBE/UWG-Gruppenchef Uwe Beecken (FBE) zeigten sich ebenfalls erfreut über die verschiedenen Investitionen in die Infrastruktur des Klosterfleckens. Und die sollen ohne Wenn und Aber auf den Weg gebracht werden, befand der Rat: Anträge der FBE/UWG-Gruppe auf sogenannte Sperrvermerke für den Neubau der Wiesenseebrücke (weil Zuschüsse sichergestellt werden sollten) und den Radweg Stadorfer Weg lehnte die Mehrheit der Ratsleute ab.

Von Ines Bräutigam

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