Flexibel für Ebstorfs Jüngste

Flexible Lösungen für Familien: Die Kinderkrippe kann künftig jedes Kind aufnehmen – unabhängig von der Einrichtung einer dritten Gruppe. Foto: Ph. Schulze

Ebstorf. Kinderbetreuung in Ebstorf wird flexibler: Im DRK-Kindergarten können Kinder künftig den ganzen Tag betreut werden und die Krippe kann zusätzlich Kinder in der Tagespflege aufnehmen. So das positive Ergebnis der Sitzung des Familienausschusses des Klosterfleckens Ebstorf am Donnerstag.

Während bisher die Betreuungszeiten und -modelle von Kindergarten und -krippe voneinander abwichen, wird es ab August eine Anpassung geben. Denn zurzeit werden Kinder im Kindergarten in vier Vormittags und einer Nachmittagsgruppe betreut – Ganztagsgruppen waren hier bisher nicht vorgesehen. Da im August nun jedoch Kinder von der Ganztagsbetreuung aus der Kinderkrippe in den Kindergarten wechseln, wurde die Einrichtung einer Ganztagsgruppe auch im Kindergarten notwendig. „Das ist absolut sinnvoll. Die Kinder werden so den ganzen Tag von der gleichen Erzieherin betreut und für die Eltern ändert sich bei den Betreuungszeiten nichts“, erklärt Verwaltungsmitarbeiterin Tanja Christensen-Schulz.

Derzeit liegen dem DRK 16 Anmeldungen für eine Ganztagsgruppe im Kindergarten vor. Sieben zusätzliche Kinder warten auf einen Platz in der Nachmittagsbetreuung. „Die Zahlen sprechen für sich. Es ist kein glücklicher Zustand, wenn Kleinkinder planmäßig wechselnde Betreuer haben. Darum sollte die Ganztagsgruppe eingerichtet werden“, sagte Eleonore Ginkowski (SPD). Bisher mussten Kinder, die den ganzen Tag in der Kindertagesstätte betreut wurden, mittags die Gruppe wechseln – sie wurden also vormittags in der einen und nachmittags in der anderen Gruppe betreut.

Einstimmig empfahlen die Ratsleute die Einrichtung der Ganztagsgruppe. Der Verwaltungsausschuss muss dieses nun noch bestätigen. Auch in der Kinderkrippe wird es eine Änderung geben. Bisher werden nur zwei der geplanten drei Gruppen betrieben. Die beiden bestehenden Gruppen sind fast vollständig ausgelastet. Anfragen weiterer Familien, die ihr Kind gerne in der Krippe unterbringen würden, gibt es regelmäßig – verbindliche Zusagen bekommen sie jedoch nicht. Denn laut Ratsbeschluss wird die dritte Krippengruppe erst eröffnet, wenn zum August mindestens acht Anmeldungen vorliegen (die AZ berichtet). „Bis die achte Anmeldung eingegangen ist, sind die ersten schon wieder abgesprungen. Eltern brauchen Planungssicherheit, wenn sie die nicht bekommen, springen sie wieder ab“, berichtet Peter Vogt vom DRK-Kreisverband von seinen Erfahrungen. Sein Vorschlag: Kinder, die künftig angemeldet werden, könnten zunächst in dem Modell Tagespflege betreut werden. Wenn die acht Kinder für eine weitere Gruppe zusammengekommen sind, könnte die Erzieherin, die die Tagespflege übernimmt, die dritte Gruppe aufmachen.

Für den Klosterflecken sind mit dieser Übergangslösung zunächst keine zusätzlichen Kosten verbunden. Argumente, die die Politik überzeugten: Der Ausschuss empfahl das Modell einstimmig. Gemeindedirektor Torsten Wendt erteilte die Erlaubnis.

Interessierte Eltern können sich unter (0 58 22) 94 61 33 in der Kinderkrippe und unter (0 58 22) 36 92 im Kindergarten über Öffnungszeiten und Betreuungsangebote informieren.

Von Wiebke Brütt

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