Provisorium läuft zum April aus

Flecken Ebstorf setzt auf dauerhaften Betrieb zweier neuer Kitas

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Die DRK-Sonnengruppe, links Leiterin Natalie Peretzke-Pannwitz, ist noch bis Ende März im Obergeschoss des Ebstorfer Mehrgenerationenhauses untergebracht.

Ebstorf – Helle Kinderstimmen im Ebstorfer Mehrgenerationenhaus. Gerade haben die Kinder der Sonnengruppe gegessen. Jetzt bauen einige von ihnen aus Bauklötzen Türme auf.

Das Provisorium der DRK-Kindergartengruppe dauert schon deutlich länger als ursprünglich geplant, denn nach der ehemaligen Bodwedeschule gab es auch beim ehemaligen Sonnenstudio an der Hauptstraße Verzögerungen (AZ berichtete).

Erst zum April wird die Gruppe zusammen mit der Roten Gruppe aus der DRK-Krippe umziehen, teilt Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf mit.

„Wir haben uns ganz gut eingerichtet“, sagt die Leiterin der Sonnengruppe Natalie Peretzke-Pannwitz. Die Räume in der historischen Zinskornscheune sind kindgerecht eingerichtet. Die Kleinen können schaukeln und sich in eine Hängematte legen. „Als Übergangslösung ist das völlig in Ordnung“, meint Natalie Peretzke-Pannwitz. Nur die Akustik ist nicht auf eine Kita eingerichtet. Die Gruppe nutzt daher auch die Außenfläche der DRK-Kita.

Zum 1. April soll sie dann in das Gebäude an der Hauptstraße umziehen. Derweil laufen die Handwerker-Ausschreibungen für den Umbau der ehemaligen Bodwede-Schule zur Kita. Durch Denkmalschutzauflagen hatte sich das Vorhaben verzögert. Wie berichtet, sollen Fachwerk und Füllungen wie zur Erbauungszeit einfarbig gestrichen werden. Zum neuen Kindergartenjahr Ende August soll diese Kita in Betrieb gehen, und zwar ohne dass die Räume im früheren Sonnenstudio aufgegeben werden.

„Wir gehen davon aus, dass wir beide Standorte brauchen“, erklärt Oelstorf. Auch zukünftig werde die Zahl der Anmeldungen für die Ebstorfer Kitas weiter steigen, unter anderem aus den Neubaugebieten und den Nachbargemeinden. „Wir haben das Problem, dass wir immer hinterhergehinkt sind“, betont Oelstorf.

Leidtragende des Provisoriums im Mehrgenerationenhaus sind die Jugendlichen und die Kinder der Nachmittagsbetreuung. Der Verwaltungsausschuss hat jetzt beschlossen, dem DRK als Betreiber eine Sonderbeteiligung von 2000 Euro zu zahlen, um die Eltern bei den Beiträgen zu entlasten, teilt Oelstorf mit. „Die Kinder haben nicht mehr die Ruhe bei den Hausarbeiten.“

VON GERHARD STERNITZKE

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