Kraft und Energie durch Glauben

Familienfest zum 40-jährigen Bestehen des Missionarischen Zentrums Hanstedt

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Podiumsvorträge über die individuellen Erfahrungen im Missionarischen Zentrum regten zu Diskussionen an.

Hanstedt I – Drei Tage lang wurde jetzt der 40. Geburtstag des Missionarischen Zentrums in Hanstedt I gefeiert. Es war ein Fest für die Dorfbewohner, die Ehemaligen der Hausgemeinde und alle, die gemeinsam ihren christlichen Glauben feiern wollten.

Der langjährige Diakon Hermann Brünjes (links) und deraktuelle Leiter Andreas Tuttas stellen die Chronik vor.

„Ich bin vollkommen überwältigt, wie verschieden sich die vielen Menschen weiterentwickelt haben, die in den vergangenen 40 Jahren ein Jahr ihres meist jungen Lebens in unserer Hausgemeinde verbracht haben“, sagte Tagungshaus-Leiter Andreas Tuttas. Gestartet wurde am Freitag mit einem Völkerballturnier, bei dem die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr, des Gemeinderates, der aktuellen und ehemaligen Hausgemeinde (Ex-HG) gegeneinander antraten.

Kabarettist Torsten Hebel begeisterte im Anschluss mit einer humoristischen Predigt als Einführung in die christliche Welt, bevor „Sitting Bull“ zum Tanz bat. Ein stimmungsvolles Nachtgebet mit vielen Kerzen, die auch Wärme gegen die kalte Nacht spendeten, beendete den Tag.

Der Sonnabend stand ganz im Zeichen der Ex-HGler, die mit Kurzvorträgen einen Einblick in die biografische Auswirkung ihrer im Missionarischen Zentrum gesammelten Erfahrungen auf den beruflichen und persönlichen Werdegang gaben. Einer der Teilnehmer war vor 20 Jahren HGler, lebt nun in der Schweiz, hatte lange Zeit wenig mit Glauben zu tun und hat erst vor Kurzem entdeckt, dass die christliche Glaubensfreiheit für ihn ein hohes Gut ist. Angeregte Diskussionen im Zelt blieben dazu nicht aus.

Hans-Joachim Martens aus Sittensen war nach seinem Wehrdienst 1980 HGler. „Ich suchte neue berufliche Orientierung und erlebte hier eine völlig andere, offene Welt. Ich habe nicht gewechselt, arbeite aber engagiert in meiner Kirchengemeinde mit“, erzählte er. Hartmut Hermes nahm vor 1980 zweimal an einer „Bau-Freizeit“ im Missionarischen Zentrum teil und unterstützte die ersten Bauarbeiten aktiv. Er kommt mit seiner Familie immer wieder mal zu Freizeiten oder den legendären „Hanstedt-Tagen“ zurück.

Am Samstagnachmittag wurde die Chronik vorgestellt, die mit vielen Fotos den Werdegang des Zentrums dokumentiert. Natürlich fand darin auch Diakon Hermann Brünjes Platz, der wohl am längsten im Zentrum tätig war. Er ist jedem bekannt und wurde überall liebevoll begrüßt. Anschließend schwärmten die Teilnehmer aus und überraschten die Dorfbewohner mit Herz-Keksen als Dank für Unterstützung in den vergangenen Jahrzehnten.

Beim dreitägigen Fest zum 40-jährigen Bestehen des Missionarischen Zentrums in Hanstedt I diskutierten auch viele junge Leute – in kuschelige Decken gehüllt gegen die Mai-Kälte. 

Ein festlicher Abschlussgottesdienst setzte den feierlichen Höhepunkt. Gedanken zur Zukunft der Kirche von Torsten Hebel regten mal zum Lachen, mal zum Nachdenken an, bevor die „Gutfleisch-Brothers“ den musikalischen Abschluss bildeten.

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