Kürzere Bahnen, mehr Freizeitspaß

Bauamtsleiter stellt Pläne für Umgestaltung des Ebstorfer Waldemar vor

Nutzer auf dem Sonnendeck eines Freibads
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Ein Sonnendeck sollen es künftig zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich des Ebstorfer Waldemar geben.
  • Gerhard Sternitzke
    VonGerhard Sternitzke
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Die erste Badesaison ohne das Waldemar-Freibad liegt hinter den Ebstorfern. Die warten bereits länger auf eine Planung für die angekündigte Umgestaltung. Jetzt liegt eine Planung vor.

Ebstorf – Mit einem verregneten Sommer und dem geöffneten Hallenbad konnten sich die Ebstorfer und ihre Gäste in diesem Jahr über eine Saison ohne Freibad hinwegtrösten. Weil das in die Jahre gekommene Schwimmbecken über unzählige Risse im Untergrund große Mengen gechlortes Wasser verlor, war die Schließung notwendig geworden (AZ berichtete). Es wird auch in den nächsten zwei Jahren geschlossen bleiben. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf investiert bis Ende 2023 Millionen in eine Neugestaltung des Außenbereichs. Bauamtsleiter Roland Klewwe erklärte jetzt auf AZ-Nachfrage die westentlichen Züge der Planung.

Im Familienbad ist der Nichtschwimmerbereich größer als der Schwimmerbereich

Wasserfall, Schwallbrause, Massagedüsen und eine Breitrutsche: Auf den ersten Blick zeigt die Zeichnung der Hildesheimer Planungsgesellschaft Schütze, dass der Schwerpunkt bei der Umgestaltung des ab 1950 gebauten Freibads auf Familien und dem Spaßfaktor liegt. Der Nichtschwimmerbereich ist größer als der Schwimmerbereich. Die Bahnen sind dann nur noch 25 Meter lang statt bislang 50. Den Schwimmer- und den Nichtschwimmerbereich trennt zukünftig ein großes Sonnendeck.

Mit der Schwerpunktverschiebung reagiert die Samtgemeinde auf veränderte Bedürfnisse der Badegäste. „Das ist die Auswertung der Erfahrungen und Anforderungen aus anderen Bädern“, erklärt Bauamtsleiter Klewwe. „Das ist ein Familienbad, das seinen Schwerpunkt als Freizeitbad hat. Da sind die Nichtschwimmerbereiche wichtiger als der Schwimmerbereich, aber der wird natürlich nicht ausgegrenzt.“

Roland Klewwe, Bauamtsleiter der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf.

Laut Plan geht es über zwei breite Treppen in das Nichtschwimmerbecken. Wer möchte, gelangt um das Sonnendeck herum in den Schwimmerbereich mit seinen vier Bahnen. Dazu gibt es ein gesondertes Sprungbecken. Durch die Verkleinerung der Gesamtwasserfläche von 1550 auf 1100 Quadratmeter sollen die Energiekosten deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig wird so aber auch Platz für eine Liegezone und ein weiteres Sonnendeck geschaffen.

Kleinkindbereich wird aufgewertet

Der Kleinkindbereich wird weiter von den anderen Becken abgerückt und aufgewertet. Geplant sind zwei miteinander verbundene Becken mit Wasserspiel, Bodenbrodler, Spritztier und Wasserkanone.

Fliesen haben in modernen Bädern ausgedient. Sie sind sehr reparaturaufwendig. Üblicherweise werden Folien verwendet. In diesem Fall schlagen die Planer jedoch eine Edelstahlverkleidung vor. „Edelstahl ist zwar in der Herstellung teurer, aber die Unterhaltungskosten und Abschreibungen sind günstiger“, betont der Bauamtsleiter. Weiterer Vorteil: Einige vorhandene Beckenwände können weiter verwendet werden.

Das Projekt wurde bislang mit Kosten von 2,8 Millionen Euro kalkuliert. Ein Zuschuss von zwei Millionen Euro ist bereits zugesagt. Eine Kostenberechnung für die neue Planung liegt noch nicht vor, mit einer Kostensteigerung durch das höherwertige Material und die allgemeine Preissteigerung am Bau ist jedoch zu rechnen.

• Die detaillierte Planung für das Waldemar inklusive neuer Kostenschätzung wird im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am Mittwoch, 20. Oktober, 18 Uhr im Ebstorfer Rathaus vorgestellt.

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