Für Mensch und Tier

Erstes Tierschutz Open Air in Ebstorf war ein großer Erfolg

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Für die Kinder gab es beim Tierschutz Open Air ein Quiz und einen Malwettbewerb.

Ebstorf. „Wer Tiere liebt, der lebt“, sagt Brigitte Schulz beim Tierschutz-Open-Air in Ebstorf, das seinen Besuchern eine völlig neue Dimension des Lebens eröffnete.

„Es ist gar nicht so schwer, sein Leben auf das Leben von Tieren auszurichten, und es ist ein echter Gewinn für jeden, der es schafft, sein Leben so zu führen, dass Tiere nicht leiden müssen“, ist Schulz überzeugt. Als eine von rund 28 Ausstellern warb sie für umfassenden Schutz der Biene.

„Wer Tiere liebt, der lebt“: Frei nach diesem Motto breitete Brigitte Schulz mit vollem Körpereinsatz zum Schutz der Bienen ihre Flügel aus.

Große Themen wie Massenzucht und Welpenhandel, Tierversuche und Artenschutz standen im Mittelpunkt, daneben gaben Aussteller, die sich täglich um das Wohl von Tieren bemühen, praxisnahe Informationen. Gleich mehrere Anbieter warben für vegane Kost. Ebenfalls tierfreundliche Rezepte hatte die Aktionsgruppe der Albert-Schweitzer-Stiftung: „Selbst wenn Sie Fleisch mögen“, so Jannes Krüger, „können Sie Teil des Wandels werden, der Tierschutz mit Genuss vereint.“ Daneben boten die Organisatoren vom Tierzentrum Lüneburger Heide und Sanitätshaus für Tiere „Hund, Katz & Co.“ Interviews mit Fachleuten, denen mit großer Aufmerksamkeit gelauscht wurde.

Bettina Senking vom Klosterflecken war überwältigt vom großen Zuspruch und von der Atmosphäre auf dem Winkelplatz. Selbst Hundebesitzerin, ist sie überzeugt, dass man mit dieser ersten Veranstaltung ein Anliegen unterstützt, „für das ein großer Bedarf besteht“. Lokale Vereine wie der BUND Uelzen und der Tierschutzverein Uelzen reihten sich selbstverständlich mit Vertretern großer Bundesorganisationen auf dem Patz. Für Tierheilpraktikerin Monika Kielmann zeigte sich hier, „wie die große Empathie für Tiere Menschen vereint“.

Inzwischen sei der Stand der Wissenschaft so weit fortgeschritten, dass man kein Tier quälen müsse, um zu essen oder zu forschen, informierte Uwe Plasga aus Hannover vom Verein Ärzte gegen Tierversuche: „Die Ergebnisse von Tierversuchen lassen sich nicht auf Menschen übertragen.“ Und auch falsch verstandene Tierliebe kann für das Tier zur Qual werden, wie Brigitte Schulz in Versform abschließend auf der Bühne zu Gehör brachte: „Warum gibt es hier heute kein Ponyreiten für ‘nen Euro die Runde? Vom Im-Kreis-Laufen gehen auch Rösser vor die Hunde!“

Von Angelika Jansen

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