Stimmungsvolles Weihnachtskonzert des Frauenchores Ebstorf im Refektorium des Klosters

Erst ein Jodler, dann Kantaten

„Silber-Band“ nennt sich das Trio um Marie Nell Rese, Anna-Lena Seeßelberg und Jennifer Reh, das ein Werk von Beethoven spielte. Auch die anderen Darbietungen des Frauenchores Ebstorf wurden mit viel Applaus belohnt. Foto: Buhr

Ebstorf. Kerzen wiesen den zahlreichen Besuchern des Weihnachtskonzertes mit dem Frauenchor Ebstorf den Weg durch das Kloster in das restaurierte alte Refektorium. Mit einem Adventsjodler zogen die Mitglieder des Frauenchores dann feierlich auf die Bühne ein.

Chorleiter Ekkehard Hennes, der das Publikum begrüßte, freute sich über das stetig wachsende Interesse an diesem Konzert.

Das Programm begann mit einem Trio für drei Flöten von Ludwig van Beethoven, das von drei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren mit viel Ausdruck gespielt wurde. Marie Nell Rese, Anna-Lena Seeßelberg und Jennifer Reh spielen als „Silber-Band“ – nach der Farbe der Instrumente – erst ein knappes Jahr zusammen.

Erika Iwanow verstand es im Anschluss gekonnt, mit wenigen Akkorden am Klavier von einem Lied zum nächsten überzuleiten. Beim von Ekkehard Hennes arrangierten Satz „Süßer die Glocken nie klingen“ waren die imitierten Glocken deutlich zu hören.

Jennifer Reh hat seit einem Jahr Klavierunterricht und spielte mit viel Gefühl drei Stücke aus den „Kinderszenen“ von Peter Tschaikowski. Lehrer Hennes im Rücken gab ihr die Sicherheit, die Stücke ausdrucksstark und ohne Angst darzubringen.

Drei weitere Chorstücke folgten. Vor der vom Chorleiter arrangierten Weihnachtskantate verschaffte er seinen Sängerinnen noch eine kurze Pause mit einer von ihm gespielten und komponierten Sonatine in c. Das Zusammenspiel seiner Flöte mit Erika Iwanow am Klavier verzauberte die Zuhörer und schaffte eine stimmungsvolle Atmosphäre im Refektorium.

Die Weihnachtskantate „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ erzählte danach die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium. Bekannte Weihnachtslieder mit Klavierbegleitung wechselten sich anschließend mit dem Text ab. Die Worte wurden von Albert Schütze mit samtweicher Stimme vorgetragen.

Langer Applaus war der Lohn für die Darbietungen des vollzählig angetretenen Chores und dessen viele Übungsstunden. Und so sang das Publikum bei der Zugabe gerne mit.

Von Monika Buhr

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