Eddelstorfer sind erste in Niedersachsen, die an Projekt des Landessportbundes teilnehmen

Energie-Analyse am Sporthaus

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Energieberater Jürgen Strege erörtert Details der Eddelstorfer Sportanlage mit den Verantwortlichen des Vereins – dem zweiten Vorsitzenden Andreas Burmester (ganz links), dem ersten Vorsitzender Torsten Escher (2. von links) und Michael Strzalla (ganz rechts).

Eddelstorf. Effizienz im Training ist bei jedem Verein unverzichtbar, denn schließlich steht und fällt das Image vor allem mit dem sportlichen Erfolg.

Aber wie steht es um die Energieeffizienz der zahlreichen kleinen Vereine auf Kreis- und Landesebene? Oft sind die Liegenschaften ein wenig in die Jahre gekommen, sodass Mängel, beispielsweise an der Heizungsanlage oder der Dämmung, nicht auszuschließen sind.

Energieberater Jürgen Strege prüft die Wasserspeicher.

Hier setzt die Kampagne „Klima(s)check für Sportvereine“ an, die die landesweite Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund (LSB) und dem Umweltministerium Anfang Februar gestartet hat. Und der SV Eddelstorf war der erste Teilnehmer des Projektes in ganz Niedersachsen. Die Kampagne besteht aus zwei Bausteinen: einer kostenlosen Energieberatung in Höhe von bis zu 2500 Euro pro Verein sowie einem jährlich stattfindenden Ideenwettbewerb zum Thema „Klimaschutz und Sport“, der mit 10 000 Euro dotiert ist. Das Projekt ist zunächst auf vier Jahre angelegt und wird vom Umweltministerium mit jährlich 80 000 Euro gefördert.

Jeder im LSB organisierte Verein kann sich bewerben, entsprechende Unterlagen stellt der LSB auf seiner Internetseite zur Verfügung. Eile ist jedoch geboten, denn sollten alle teilnehmenden Vereine tatsächlich den Höchstsatz von 2500 Euro für sich in Anspruch nehmen, kämen 2018 nur insgesamt 32 Vereine in den Genuss einer kostenlosen Energieberatung – bei 10 000 Sportvereinen landesweit nicht sonderlich viel.

Eddelstorfs zweiter Vorsitzender Andreas Burmester war über einen Newsletter vom Kreissportbund auf die Kampagne aufmerksam geworden und hatte sich beworben. Jetzt stand auf der Sportanlage am Königskamp ein Ortstermin von Vorstand, Fußballobmann und dem zugelassenen Energieberater Jürgen Strege an.

Strege lobte zunächst den offensichtlich hohen Nutzeranspruch in Eddelstorf, denn: „Auch die modernsten Anlagen arbeiten nur effizient, wenn auch achtsam mit ihnen umgegangen wird.“ Dazu gehöre zum Beispiel, dass nach Verlassen der Anlage die Lichter ausgeschaltet und die Heizkörper herunter gedreht würden.

Für eine endgültige Analyse, an deren Ende ein umfassender Energieabschlussbericht stehen wird, sind noch weitere Termine nötig. So müssen für eine sorgfältige Prüfung der Bausubstanz unter anderem die Baupläne vorliegen. Eine Merkwürdigkeit ist dem erfahrenen Fachmann jedoch schon bei der ersten Besichtigung in Eddelstorf aufgefallen: „Hier dienen gleich drei separate Wasserspeicher für die Warmwasserversorgung“, wundert sich Jürgen Strege, „das muss sicherlich nicht sein.“

Von Oliver Huchthausen

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