Bauarbeiten für neuen NP-Markt in Wriedel: „Im Moment läuft alles geradeaus“

Einkauf auf der Pferdeweide

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Für über eine Million Euro errichtet ein Investor in Wriedel einen neuen NP-Markt. Bevor Fundament und Bodenplatte gegossen werden konnten, wurden 6000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet. Spätestens im Juli soll der Markt öffnen.

Wriedel. Wo früher Pferde weideten, rollen zukünftig Einkaufswagen. Für über eine Million Euro entsteht zurzeit in Wriedel an der Ecke Hauptstraße/Wulfsoder Straße ein Supermarkt.

6000 Kubikmeter Sand wurden aufgefüllt, bevor die Fundamente und die Bodenplatte für den etwa 1000 Quadratmeter großen Neubau gegossen werden konnten. Spätestens im Juli kann der neue NP-Markt seine Pforten öffnen, teilt Investor Ralf Kurzweg mit, der das Gebäude auf mindestens 15 Jahre an die NP-Muttergesellschaft Edeka Nord-West vermietet. Der auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Unternehmer aus Vechta hat auch von dem milden Winter profitiert: „Im Moment läuft alles geradeaus. “.

Die Wriedeler warten bereits, denn ursprünglich war der November 2013 als Eröffnungstermin anvisiert worden. Grund für die Verzögerungen seien weitere Auflagen bei der Baugenehmigung gewesen, berichtet Oliver Meyer-Leive, Leiter der Projektentwicklung bei Edeka Nord-West. So musste ein Gutachten über die Versickerungsfähigkeit des Untergrundes geliefert werden, dafür wird es auf der 4600 Quadratmeter großen Fläche ein Regenrückhaltebecken geben.

Der Neubau war notwendig geworden, weil der vorhandene NP an der Hauptstraße zu klein geworden war. „Wir können in dem alten Markt unser Lebensmittelkonzept nicht entfalten“, erklärt Müller-Leive. Vor allem für frisches Gemüse sei auf gerade einmal 320 Quadratmetern Verkaufsfläche zu wenig Platz gewesen. Zudem sei der Markt mit Stufen und unterschiedlichen Niveaus nicht seniorengerecht gewesen. Hinzu kam die gefährliche Ausfahrt in einer Kurve.

Dass die Edeka-Tochter in Wriedel bleibt, betont der Edeka-Projektentwickler, ist vor allem ein Verdienst von Bürgermeister Peter-Uwe Breyer, der sich immer wieder dafür einsetzte, dass der Nahversorger im Ort bleibt. Denn es ist durchaus nicht sicher, ob sich bei einem kleinen Einzugsgebiet von ein paar Dörfern eine andere Kette gefunden hätte. „Aber wir sehen trotzdem unsere Chance“, so Meyer-Leive. Auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche soll der Discounter zukünftig 3500 Artikel bieten, dazu im vorderen Bereich eine Bäckerei. Der Neubau wird nach Auskunft von Investor Kurzweg mit roter Verklinkerung und rotem Ziegeldach erstellt. Es entstehen 70 Parkplätze. Zum Einsatz kommen bei dem Bau auch Unternehmen aus der Region.

Von Gerhard Sternitzke

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