Eine Kita im Erdgeschoss

Flecken Ebstorf will ehemalige Bodwede-Schule doch nicht verkaufen

Seit Sommer 2014 steht die Bodwede-Schule in Ebstorf leer – im Erdgeschoss der ehemaligen Förderschule soll nun eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen eingerichtet werden.
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Seit Sommer 2014 steht die Bodwede-Schule in Ebstorf leer – im Erdgeschoss der ehemaligen Förderschule soll nun eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen eingerichtet werden.

Ebstorf. Eigentlich hätte Wilhelm Oelstorf die ehemalige Bodwede-Schule im Kern des Klosterfleckens ja lieber verkauft. Denn als Kämmerer hat der Gemeindedirektor eben immer auch die Finanzen im Blick.

Doch das Gebäude ist in direkter Nachbarschaft zu Kindergarten, Grundschule und Mehrgenerationenhaus und damit geradezu ideal für die dringend notwendige Erweiterung der Kinderbetreuung in Ebstorf. Das sieht nicht nur Oelstorf so, sondern auch der Verwaltungsausschuss, der jetzt mehrheitlich entschieden hat, dass das Objekt im Besitz des Fleckens bleiben soll.

Wie berichtet, war zunächst ein Makler damit beauftragt worden, das Haus aus dem Jahr 1835 an den Mann zu bringen; ein Käufer wurde bis dato aber nicht gefunden. Nun ist der Plan, dass das Haus an der Einfahrt zum Domänenplatz auch künftig Kinder beherbergen soll. „Die Idee ist, dort im Erdgeschoss zwei Gruppen einzurichten“, erklärt Wilhelm Oelstorf im AZ-Gespräch.

Hintergrund ist die Tatsache, dass zurzeit – und nur übergangsweise genehmigt – eine von vier Gruppen im Bewegungsraum des Kindergartens untergebracht ist. „Die Genehmigung läuft Ende Juli aus“, so Oelstorf, „könnte aber wohl noch um drei Monate verlängert werden.“ Die Planungen sollen daher so schnell wie möglich voranschreiten, sagt der Gemeindedirektor.

Das Kultusministerium als zuständige Landesbehörde für Kinderbetreuung hat sich die ehemalige Bodwede-Schule schon angesehen – und für geeignet befunden. Außerdem laufe zurzeit ein Raumluft-Gutachten, informiert Wilhelm Oelstorf. „Auch da war der erste Eindruck, dass eine Nutzung wohl unproblematisch ist.“ Ein tatsächliches Ergebnis steht hierzu allerdings ebenso noch aus wie zum Brandschutz. Hierzu wiederum hatte eine Fachfirma nach einem Ortstermin grob skizziert, wo man noch tätig werden müsste: Fluchtwege, Treppen – wobei für eine Kinderbetreuung nur das Erdgeschoss genutzt werden soll – und eine feuerhemmende Ausstattung des Kellers kamen da beispielsweise zur Sprache.

„Wir werden jetzt die Gutachten abwarten und dann einen Architekten einschalten, um eine erste Kostenschätzung für den Umbau zu erhalten“, kündigt Ebstorfs Gemeindedirektor das weitere Vorgehen an.

Von Ines Bräutigam

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