VA kassiert Neuregelung an Uelzener Straße wieder ein / Politik soll über Alternativen beraten

Einbahnstraße ist vom Tisch

An der Uelzener Straße wird immer geparkt – für den fließenden Verkehr wird es daher manchmal eng, vor allem im Gegenverkehr. Doch eine Einbahnstraßenregelung will der Klosterflecken hier nicht einrichten.
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An der Uelzener Straße wird immer geparkt – für den fließenden Verkehr wird es daher manchmal eng, vor allem im Gegenverkehr. Doch eine Einbahnstraßenregelung will der Klosterflecken hier nicht einrichten.
  • VonInes Bräutigam
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Ebstorf. Während des Umbaus des Domänenplatzes waren die Anlieger der Uelzener Straße in Ebstorf auf den Geschmack gekommen: Um den Verkehr im Klosterflecken während der Bauphase halbwegs reibungslos zu gestalten, war die Uelzener Straße nämlich zwischen Celler Straße und Molkereistraße zur Einbahnstraße erklärt worden.

Anlieger hatten beantragt, diese Regelung jetzt wieder einzuführen; der Bauausschuss hatte diesem Wunsch jüngst stattgegeben. Doch der Verwaltungsausschuss (VA) – nach dem Fleckenrat das zweithöchste Beschlussgremium – hat diese Empfehlung jetzt wieder einkassiert.

„Der Verwaltungsausschuss hat die Einbahnstraßenregelung verworfen, die Politik möchte das Thema aber trotzdem noch einmal auf die Tagesordnung heben“, erklärt Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf dazu. Ziel der erneuten Beratungen soll sein, die Situation an der Uelzener Straße zu verbessern – ohne Einbahnstraßenregelung.

Dass es im besagten Bereich immer wieder knirscht und knackt – manchmal sogar im wahrsten Wortsinne –, wissen die meisten Ebstorfer: Am Seitenrand abgestellte Fahrzeuge machen den Begegnungsverkehr hier oft zu einer Herausforderung für die Autofahrer. Regelmäßig weicht bei derlei Begegnungen eines der Fahrzeuge auf den Fußweg aus, und wer sich einem Lkw gegenüber sieht, muss auch schon mal den Rückwärtsgang einlegen.

Der Bauausschuss des Klosterfleckens hatte das Thema kürzlich kontrovers diskutiert. Mehrheitlich war dabei eine Entscheidung für die Einbahnstraßenregelung herausgekommen. Eine Nein-Stimme und eine Enthaltung gab es aus den Reihen der CDU-Fraktion. Vor allem Stefan Gust-von Loh, Polizeibeamter und mit verkehrsrechtlichen Angelegenheiten vertraut, sah keine Notwendigkeit, an der Uelzener Straße etwas zu verändern.

Unfälle habe es bislang keine gegeben, weswegen man auch nicht eingreifen müsse. Vor allem von einer Regelung, die bei einer Nutzung als Einbahnstraße das Fahrradfahren in entgegengesetzter Richtung zulässt, hielt der CDU-Ratsherr überhaupt nichts. Die Straße sei hierfür dann doch zu eng.

Das Thema gegenläufiger Radverkehr war dann auch schnell vom Tisch. Die Einbahnstraßenregelung ist es nun ebenso. In Kürze will die Politik beraten, wie die Verkehrssituation an der Uelzener Straße verbessert werden kann.

Von Ines Bräutigam

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