Auf eigene Faust durch Klosterflecken

Jürgen Drewes ist nur ein Vertreter eines ganzen Teams, das Besucher und Einwohner Ebstorfs im historischen Gewand durch die Straßen des Klosterfleckens führt.

Ebstorf - Von Wiebke Brütt. Ausstaffiert mit Hut, Stab und historischem Gewand – so durchstreift Dorfausrufer Hinnerk alias Werner Wülffcken morgen zum letzten Mal den Flecken Ebstorf; zumindest für diese Saison. Unter Anleitung können Besucher des Klosterfleckens auch regelmäßig mit Johanna Tohde geschichtsträchtige Orte aufsuchen. Nur alleine finden sich Gäste nicht immer zurecht – eine Tatsache, die sich 2011 ändern soll, wie Angela Geschonke vom Verkehrsbüro der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf verrät.

„Viele Besucher kommen extra wegen des Klosters nach Ebstorf und machen dort eine Führung mit“, erklärt Geschonke, „zu einer zweiten Führung haben sie dann oft keine Lust mehr, was schade ist, denn so verpassen sie andere schöne Ecken.“ Die im Verkehrsbüro buchbaren historischen Ortsführungen werden daher von so mancher Gruppe nicht wahrgenommen.

„Darum würden wir historisch bedeutsame Orte der Samtgemeinde und Plätze, um die sich eine Geschichte oder Legende spinnt, gerne mit Schildern ausweisen“, sagt die Leiterin des Verkehrsvereins. Gemeinsam mit Samtgemeindearchivar Manfred Schmidt wird sie die Ausschilderungen vorbereiten und das Projekt am 27. Oktober in der nächsten öffentlichen Sitzung des Tourismusausschusses vorstellen.

Angela Geschonke hofft mit diesem Angebot Gäste länger im Klosterflecken und der Umgebung halten zu können. „Viele fragen, was es außer dem Kloster hier noch gibt“, berichtet sie. Oftmals plant sie Pauschalangebote für Gruppen. „Der Domänenplatz ist sehr interessant. Wenn wir die Ausschilderungen hätten, könnten Besucher den Platz und andere Orte auch auf eigene Faust erkunden, wenn sie keine Führung wollen.“ Unter anderem könnte auch die Ebstorfer „Königseiche“ in die Beschilderungen aufgenommen werden.

Zurzeit weicht die Tourismusbeauftragte der Samtgemeinde noch auf kreative Kniffe aus. Geschonke: „Ich gebe den Gästen zum Teil handgeschriebene Zettel mit, auf denen ich beschreibe, welche Gebäude sie von welcher Position aus sehen können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare