Ebstorfs Geschichte geht online

Zwei Jahre hat Archivar Manfred Schmidt an den virtuellen Findbüchern gearbeitet. Foto: Ph. Schulze

Ebstorf. Ein Archiv geht online – nach zwei Jahren Organisationsarbeit sind die Bestände der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf im Internet einsehbar: In Findbüchern auf dem Archivportal Niedersachsens.

„Wir sind die ersten im Landkreis Uelzen“, sagt Samtgemeindearchivar Manfred Schmidt nicht ohne Stolz. „Heute kann ich nicht mehr mit Karteikarten kommen.“ Unter der Internetadresse www.archivportal.niedersachsen.de können die Bestände, die von Ebstorfs Geschichte erzählen, recherchiert werden. Allein 1076 Akten zeugen von der Vergangenheit des Klosterfleckens Ebstorf. Aber auch über die anderen vier Mitgliedsgemeinden Hanstedt I, Wriedel, Schwienau und Natendorf lässt sich online einiges herausfinden. Denn nicht nur Texte aus Zeitungen, Zeitschriften oder Vereinschroniken werden im Archiv verwahrt. Benutzer des Internetportals haben auch Zugriff auf ein virtuelles Bildarchiv – Manfred Schmidt hat eine ganze Reihe Fotografien und Postkarten gescannt und aufbereitet. „Die ältesten Akten sind etwa von 1740“, erklärt der Archivar. Die neusten Dokumente, die in den online gestellten Findbüchern verzeichnet sind, stammen aus dem Jahr 1972.

Diese Bestände können Nutzer nach Stichworten durchsuchen – allein beim Suchauftrag „Kloster Ebstorf“ werden 42 Akten aufgelistet. Mit der Signatur, die ebenfalls durch die Findbücherabfrage im Internet ermittelt wird, können sich Interessierte dann auf den Weg ins Samtgemeindearchiv machen. Hier werden die Nasen dann traditionell in Bücherseiten gesteckt.

Das Samtgemeindearchiv ist Dienstag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr im Ebstorfer Rathaus geöffnet. Individuelle Termine können mit Manfred Schmidt oder seiner Mitarbeiterin Martina Althaus abgesprochen werden.

Von Wiebke Brütt

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