„Das tut mir in der Seele weh“

Ebstorfer Politik noch uneins über mögliche Absage des Weihnachtsmarktes

Dicht gedrängt auf dem Ebstorfer Weihnachtsmarkt: In dieser Form wird es den Markt dieses Jahr nicht geben. Ob es einen Markt unter Einhaltung der Hygieneregeln gibt, soll am 2. November entschieden werden.
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Dicht gedrängt auf dem Ebstorfer Weihnachtsmarkt: In dieser Form wird es den Markt dieses Jahr nicht geben. Ob es einen Markt unter Einhaltung der Hygieneregeln gibt, soll am 2. November entschieden werden.

Ebstorf – Wie in Zeiten von Corona einen Weihnachtsmarkt planen, geschweige denn feiern? Mit dieser Frage hat sich der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Klosterfleckens Ebstorf jetzt auseinandergesetzt.

Doch eine endgültige Entscheidung, ob es einen Weihnachtsmarkt in Ebstorf geben wird, ist noch nicht gefallen. Sie soll auf der nächsten Sitzung am 2. November getroffen werden.

„Die Hygienekonzepte werden immer komplizierter. Und es wäre auch das nicht möglich, warum man eigentlich zum Weihnachtsmarkt geht: Die Vorfreude auf Weihnachten gemeinsam mit der Familie zu genießen“, sagte Laura Schartner-Zarft (CDU). Zudem würde die Durchführung des Marktes durch die Auflagen auch sehr teuer werden. Daher sei sie sehr skeptisch, was eine solche Veranstaltung angehe.

„Lasst uns mal Mut haben. Und nicht gleich alles ausschließen“, fand hingegen Gemeindedirektor Hans-Peter Hauschild. Es werde zwar ein anderer Weihnachtsmarkt als die bisherigen, aber es wäre auch ein Zeichen für den Zusammenhalt im Ort, den Markt zu veranstalten. Denn er sei eben auch ein Platz, wo sich die Ebstorfer treffen. Eine Entscheidung, ob der Weihnachtsmarkt stattfinde, sollte zudem von den lokalen Corona-Infektionszahlen abhängig gemacht werden.

„Mir tut es in der Seele weh, den Weihnachtsmarkt abzusagen“, sagte Catharina Förster (CDU). Aber für sie sei ein eingezäuntes Gelände, das man nur betreten kann, wenn man seine Adresse hinterlässt, abschreckend. Vorweihnachtliche Freude komme da nicht auf. „Die Atmos-phäre fehlt“, sagte auch Uwe Beecken (F.B.E.). Es gebe auch noch viele Unwägbarkeiten, daher sollte man vorerst mit der Entscheidung abwarten. „Wir wollen ja grundsätzlich alle gerne etwas machen. Aber die Frage ist, was überhaupt möglich und sinnvoll ist.“

Angela Geschonke, erste Vorsitzende der Urlaubsregion Ebstorf, informierte darüber, dass es bereits erste Gespräche mit Ausstellern und Standbetreibern gegeben habe und dass es zum Teil ein grundsätzliches Interesse an einem Weihnachtsmarkt gebe. Zudem werde in Bad Bevensen wohl ein Markt an zwei Wochenenden stattfinden. Und es könnten gemeinsam Hygienekonzepte entwickelt werden.

Jens Ziegeler (UWG) sprach sich für eine Absage aus. „Wer sich die Verordnungen anschaut, sieht, dass die Kosten für einen Markt einfach immens wären.“ VON LARS LOHMANN

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