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Eine neue Kita für Ebstorf

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Kinder spielen unter Aufsicht ihrer Erzieherinnen.
Der Klosterflecken Ebstorf hat im Jahr 2021 Platz für zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen geschaffen. © Archivfoto: Sternitzke, Gerhard

Gerüste, Maschinen, Baulärm: Neuer Wohnraum wird an verschiedenen Stellen in Ebstorf gebaut. Insgesamt über 60 neue Wohneinheiten entstehen nach Informationen des Klosterfleckens im Ortskern. „Tendenz steigend“, wie Bürgermeister und Gemeindedirektor Heiko Senking (UWG) betont. Hinzu kommen 38 Grundstücke für Einfamilienhäuser im neuen Baugebiet. Mit den neuen Bewohnern kommen auch weitere Kinder. Die Politik macht sich deshalb schon Gedanken über die Schaffung einer neuen Kindertagesstätte.

Ebstorf –
Dabei hat der Klosterflecken in den vergangenen Jahren Millionen investiert, um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zu erfüllen. Nach der Einführung der Beitragsfreiheit im Kindergarten war der Bedarf noch einmal deutlich gestiegen. Die ehemalige Bodwede-Schule, das historische Oberförster-Dienstgehöft, wurde aufwendig als Kita ausgebaut. Die ursprünglich als Provisorium geschaffene Kita Hauptstraße soll bestehen bleiben. Insgesamt wurden in den beiden Häusern im vergangenen Jahr zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen untergebracht. Im Obergeschoss der historischen Oberförsterei gibt es derzeit noch eine Raumreserve für maximal zwei Gruppen.

„Wir sind ein junger Ort“, sagt Bürgermeister Senking. „Unsere Kapazitäten sind fast schon wieder ausgereizt. Da macht es Sinn, prophylaktisch nachzudenken, wo passt eine neue Kita hin?“ Im Februar werden die neuen Anmeldezahlen des DRK erwartet. „Wir können das noch gar nicht abschätzen“, sagt Senking. „Aber wir werden uns entwickeln. Wir werden Baugebiete ausweisen. Also müssen wir uns um Kindergarten und Krippe kümmern.“

Bereits vor Weihnachten gab es laut Senking erste politische Gespräche über die Möglichkeiten einer neuen Kita. „Es gibt keinen Notstand, aber der Zuzug nach Ebstorf ist ungebrochen“, betont der Bürgermeister. „Regelmäßig verzeichne der Klosterflecken Anfragen von jungen Familien, die hier bauen möchten. „Wir sind uns einig, wenn wir uns so weiter entwickeln, dass wir dann handeln müssen“, stellt Senking klar. Hinzu kommen Familien aus dem Ebstorfer Umland, die gerne einen Betreuungsplatz im Klosterflecken nutzen. Wünschenswert sei ein Platz zwischen der Kita im Oberförsterhaus, Mauritiusschule und der neuen Mensa im Speicher des Kaufhauses Kort.

Kita-Plätze kosten allerdings auch Geld. Schon jetzt gibt der Klosterflecken jährlich mehr als eine Million Euro für die Kinderbetreuung aus. Kommunen beklagen immer wieder, dass sowohl bei den laufenden als auch bei den Baukosten eine Lücke zwischen dem Aufwand und der Erstattung durch das Land besteht.

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