Millionen für den Ganztagsbetrieb

Ebstorfer Mauritius-Schule erhält eine Mensa und wird umgebaut

Auf dem Verkehrsübungsplatz der Ebstorfer Mauritius-Schule soll die Mensa für den Ganztagsbetrieb entstehen. Die Samtgemeinde investiert insgesamt 2,15 Millionen Euro in den Standort.
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Auf dem Verkehrsübungsplatz der Ebstorfer Mauritius-Schule soll die Mensa für den Ganztagsbetrieb entstehen. Die Samtgemeinde investiert insgesamt 2,15 Millionen Euro in den Standort.

Ebstorf – Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf setzt ihr Ganztagsschul-Programm fort. Nach der Grundschule Wriedel sollen an der Ebstorfer Mauritius-Schule die Voraussetzungen für einen Ganztagsbetrieb geschaffen werden.

2,15 Millionen Euro umfasst die Investition in eine Mensa und weitere Baumaßnahmen.

Die Möglichkeit, gemeinsam in der Schule Mittag zu essen, ist Voraussetzung für das Konzept. Das Gebäude soll laut Bauamtsleiter Roland Klewwe auf dem bisherigen Verkehrsübungsplatz an die Sporthalle angebaut werden. Über einen überdachten Gang wird sie erreichbar sein. Für den Anbau müssen die Fahrradständer weichen.

Das Bauprogramm umfasst den Speisesaal, den Aufbereitungsraum, ein Stuhllager und Sanitärräume. Der Saal selbst wird als Multifunktionsraum geplant, der sowohl für schulische Veranstaltungen als auch von Vereinen genutzt werden kann. Große Fenster sollen viel Licht hineinbringen, Schallschutzelemente Lärm dämpfen.

Eine Frischeküche wird es in der Mauritius-Mensa ebensowenig wie in den anderen Schulen der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf geben. Das Essen wird gekühlt angeliefert und im Aufbereitungsraum kurz erhitzt.

Weitere Baumaßnahmen werden im Zuge des Mensabaus durchgeführt. So werden Räume für pädagogische Mitarbeiter benötigt. Sie werden im Mensa-Anbau untergebracht. Das Lehrerzimmer wird im ehemaligen Werkraum eingerichtet, während dieser in ein Klassenzimmer umzieht. Auf den Fluren im hinteren Gebäudeteil werden Nischen für Kleingruppenarbeit eingerichtet. Außerdem soll im Rahmen der Inklusion ein Aufzug eingebaut werden.

Außerdem müssen aus Brandschutzgründen neue Fluchtwege geschaffen werden. „Schulen müssen grundsätzlich zwei Fluchtwege für jeden Klassenraum haben“, erklärt Klewwe. Sie könnten in Form einer Außentreppe und eines Laubengangs entstehen.

Baubeginn soll im September 2021 sein. Ein Jahr Bauzeit ist anvisiert. „Beeinträchtigungen werden dabei nicht ganz zu verhindern sein“, räumt Klewwe ein.

Ein Architekt, der auch die Planungen für die Mensa der Bevenser Waldschule und für die Kleiderkammer der Samtgemeindefeuerwehr in Bad Bevensen entwerfen soll, muss nun im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung gefunden werden. Die Pläne sollen dann im April vorliegen.

Um die Waldschule für die Ganztagsschule fit zu machen, investiert die Samtgemeinde 3 Millionen Euro. Die Mensa soll als Anbau vor der Schule im Bereich der Sandgrube errichtet werden.

Preissteigerungen sind noch möglich. Bislang handelt es sich lediglich um grobe Schätzungen anhand der Quadratmeterpreise vergleichbarer Schulbauprojekte. Und das Preisniveau steigt, betont Klewwe. „Die Baupreise sind in Bewegung.“

Die neue Mensa der Grundschule Wriedel, die knapp 2 Millionen Euro kostet, soll zum Beginn des zweiten Halbjahrs in Betrieb gehen. Derzeit sind die Arbeiten laut Bauamtsleiter Klewwe drei bis vier Wochen in Verzug. Es fehlt noch die grüne Fassadenverkleidung.

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