Stellvertretender Bauamtsleiter: Mastleuchten sollen Ausleuchtung und Erscheinungsbild verbessern

Ebstorfer Licht und Finsternis

Das Bauamt hat ein Beleuchtungskonzept für den Ortskern des Klosterfleckens Ebstorf erarbeitet. Dabei soll auch mehr Licht auf die Bürgersteige kommen.
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Das Bauamt hat ein Beleuchtungskonzept für den Ortskern des Klosterfleckens Ebstorf erarbeitet. Dabei soll auch mehr Licht auf die Bürgersteige kommen.
  • Gerhard Sternitzke
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Ebstorf. Die Tage werden kürzer. Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür. Und das kann wörtlich genommen werden. An vielen Stellen in Ebstorf tappen die Bürger trotz der Straßenbeleuchtung frühmorgens und am Abend im Dunkeln.

Im Rahmen des Aufbaus einer einheitlichen Straßenbeleuchtung könnte dieses Problem gelöst werden, wie der stellvertretende Bauamtsleiter der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, Thorsten Brinck, jetzt im Ebstorfer Bauausschuss erläuterte.

„Das ist ein Nachtbild der Bahnhofstraße. Auf dem Gehweg kommt überhaupt nichts an“, machte Brinck am konkreten Beispiel deutlich. Der Grund: Das Blätterdach der Straßenbäume schluckt das Licht. Ähnlich die Situation in der Hauptstraße: Oben Licht, unten Finsternis. Die traditionellen Straßenlaternen erreichen im Umfeld von Bäumen keine gleichmäßige Ausleuchtung.

Als Ersatz empfahl der stellvertretende Bauamtsleiter den Ausschussmitgliedern das Lampenmodell, das bereits auf dem neu gestalteten Domänenplatz im Einsatz ist, die sogenannten Mastleuchten. „Die funktionieren gut“, so Brinck. „Es gibt auch Mastleuchten mit Leuchtmittelkopf und einem Strahler, der den Fußweg beleuchtet.“ Mit Hilfe von Linsen seien die verschiedensten Ausleuchtungseffekte möglich, und die Masten ließen sich auch als WLAN-Hotspot und Stromtankstelle ausrüsten.

Mit einem einheitlichen Beleuchtungskonzept soll das Ortsbild im Kern des Klosterfleckens verbessert werden (AZ berichtete). „Wir wollen den Ortskern aktivieren“, so Brinck. Bisher ist hier im Lauf der Zeit ein Mischmasch entstanden. So gibt es sogenannte Peitschenlampen, der Standardtyp früherer Jahrzehnte, Pilz- oder Vulkanlampen, die in der jüngeren Zeit aufgestellt wurden. Letztere können mit energiesparenden Leuchtdioden (LED) nachgerüstet werden. Für die Peitschenlampen gibt es neue Köpfe.

Zusätzlich hat die Verwaltung 120 Lampenmasten im Klosterflecken untersuchen lassen. Sechs davon seien eingeschränkt, einer nicht standsicher, informierte Brinck.

Eine Entscheidung über den neuen Lampentyp traf der Ausschuss nicht. „Mich erschlägt, was wir jetzt entscheiden sollen. Das müssen wir noch beraten“, protestierte Ulf Schmidt. Auf Zustimmung traf dagegen das Angebot des stellvertretenden Bauamtsleiters, verschiedene Musterleuchten zu beschaffen. „Das Muster kann sich die Bevölkerung angucken“, lobte Uwe Heistermann (SPD).

Von Gerhard Sternitzke

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