Klosterflecken hat 3,5 Millionen Euro Rücklagen

Ebstorf investiert: Haushalt 2021 umfasst Baugebiete, Radwege und Brückensanierung

Ebstorfer Ortsrand sind in den Tannenworthwiesen.
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Am Ebstorfer Ortsrand sind in den Tannenworthwiesen neue Häuser entstanden. 2021 investiert der Klosterflecken in den Straßenendausbau – und in die Erschließung des neuen Baugebiets Südlich des Wessenstedter Wegs II.
  • Gerhard Sternitzke
    vonGerhard Sternitzke
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Ebstorf – Ein dickes Finanzpolster lässt derzeit Ebstorfs Gemeindedirektor Hans-Peter Hauschild ruhig schlafen. 3,5 Millionen Euro hat der Klosterflecken derzeit in der Rücklage. Sie stammen aus Überschussauszahlungen der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf.

Allein zuletzt hat der Samtgemeinderat noch einmal eine Geldspritze für die Mitgliedsgemeinden beschlossen, aus der Ebstorf 1,4 Millionen Euro erhält. Das Polster kommt dem Gemeindedirektor nun zupass, denn der Haushaltsentwurf für das Jahr 2021 mit Ausgaben von 6 Millionen Euro schließt mit einem Defizit von 400.000 Euro, dass aus der Rücklage ausgeglichen wird.

Die seit Jahren gesperrte Wiesenseebrücke soll im nächsten Jahr mit Hilfe von Fördermitteln saniert werden.

„Die Gesamtlage im Haushalt ist gut“, resümiert Hauschild deshalb. „Die Rücklage sichert uns gut ab.“ Unter anderem wächst der Zuschussbedarf in der Kindergartenbetreuung (200.000 Euro), weil der Klosterflecken in der ehemaligen Bodwede-Schule eine Kita mit einer Kindergarten- und einer Krippengruppe einrichtet. Zudem erhöhen sich die Ausgaben für die Grün-, Spielplatz- und Ortspflege durch den fleckeneigenen Bauhof. Und schließlich steigen die Zuschüsse für die Vereine von 3000 auf zukünftig 5000 Euro, berichtet Hauschild. „Das ist ein ganz wichtiges Signal für die Vereinsarbeit, die durch Corona eingeschränkt ist“, betont der Gemeindedirektor.

Auf der anderen Seite wird ein Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen prognostiziert (-100.000 Euro). Und die Umlagezahlungen an Samtgemeinde und Landkreis steigen (-41.000 Euro).

Geld soll auch für die Planung von Radwegen nach Wessenstedt und Stadorf eingestellt werden.

Gleichzeitig stehen einige Investitionen an. Die größten Brocken sind der Endausbau der Siedlung Tannenworthwiesen (2 Millionen Euro) und die Erschließung des Baugebiets Südlich des Wessenstedter Wegs II (820 000 Euro). Für die rund 35 Grundstücke des neuen Baugebiets gibt es laut Hauschild bereits 70 Interessenten. Weitere Investitionen: Im Rahmen des Projekts Grünband Schwienauniederung soll die Holzbrücke über den Wiesensee mit anschließenden Wegen mithilfe einer großzügigen Förderung saniert werden (527.000 Euro). Bushaltestellen sollen barrierefrei umgebaut werden (480 000 Euro). Auch die Sanierung der Straßenbeleuchtung geht weiter (50.000 Euro). Investiert wird in Radwege nach Stadorf und Wessenstedt, zunächst in die Planung (93.000 Euro).

Finanziert werden die Investitionen mit einer Kreditaufnahme von 3 Millionen Euro. Die Steuern bleiben laut Haushaltsentwurf stabil. „Die Politiker können Einsparungen vorschlagen“, betont Gemeindedirektor Hauschild. Der Entwurf soll im Januar und Februar in den Ausschüssen beraten und im Fleckenrat beschlossen werden.

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