Kamerunschaf auf Weide in Ebstorf getötet – es war wohl der Wolf

Tod durch Kehlbiss

Den Kadaver hat Schafhalter Heinz Anacker bereits weggeschafft und weist auf die Stelle, an der eines seiner Tiere starb. Foto: Buhr
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Den Kadaver hat Schafhalter Heinz Anacker bereits weggeschafft und weist auf die Stelle, an der eines seiner Tiere starb.
  • VonInes Bräutigam
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ib Ebstorf. Auf einer Wiese zwischen der Celler Straße in Ebstorf und der Schwienau wurde gestern, wohl in den frühen Morgenstunden, ein Kamerunschafbock gerissen. Ein zweites Tier wurde schwer verletzt.

Nach Auswertung der Spuren vor Ort wird es sich wohl um einen Wolfsangriffe gehandelt haben, lautet die Einschätzung von Wolfsberater Theo Grüntjens.

„Wir haben den Kehlbiss, und der Pansen ist unverletzt“, sagt er. „Das sind wolfstypische Anzeichen.“ Die Weide von Heinz Anacker am Ortsrand des Klosterfleckens war nicht wolfssicher eingezäunt. Möglicherweise sei das Raubtier aus dem Wald hinter der Schwienau und dort durch den Zaun gekommen, schlussfolgert Theo Grüntjens anhand der Spurenlage. „Da laufen Wildschweine, da laufen Rehe – und da läuft auch der Wolf.“ Im Zaun hingen Caniden-Haare, also Haare aus der Tierfamilie der Hundeartigen, schildert der Wolfsberater. DNA- und Haarproben sollen nun Gewissheit darüber bringen, ob es sich tatsächlich um einen Wolfsriss gehandelt hat.

Und während er gestern Nachmittag noch mit der AZ spricht, ist Theo Grüntjens schon wieder auf dem Sprung zum nächsten Einsatz: Auch bei Allenbostel waren Weidetiere gerissen worden.

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