Mehrgenerationenhaus

Von Tür zu Tür durch Ebstorf: Team befragt Bürger nach Wünschen

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Im Mehrgenerationenhaus sind jetzt Kinder einquartiert. Das Team nutzt nun die Zeit bis Ende Oktober, um Ebstorfer Bürger zu besuchen und zu befragen (von links): Lilly Feske, Kevin Schultka, Leiter Guido Wrage.

Ebstorf – Im Ebstorfer Mehrgenerationenhaus herrscht jetzt richtig Leben: Eine Krippengruppe wuselt hier, weil ein Übergangsquartier erst im November zur Verfügung steht. Leiter Guido Wrage ist derzeit ein Hausherr ohne Räume.

Der offene Treff für Kinder und Jugendliche ist solange eingestellt.

Einzelne Gruppen wie Englisch, Literaturtreff, Spieltreff und Kochgruppe und Hausaufgabenbetreuung nutzen die Küche und das benachbarte DRK-Haus. Das Team macht nun aus der Not eine Tugend. Leiter Wrage und seine Mitarbeiter Lilly Feske und Kevin Schultka gehen zwei Monate lang von Haustür zu Haustür, um mit den Ebstorfern ins Gespräch zu kommen.

„In dieser Zeit liegt eine Chance, die wir sonst nicht haben“, sagt Wrage. „Ab nächste Woche werden wir ins Dorf gehen und nach dem Zufallsprinzip an den Türen klingeln.“ Das Ziel ist, dass die Mitarbeiter jeweils zwei Haushalte pro Straße im Klosterflecken aufsuchen und die Bewohner zu befragen.

„Was möchten Sie im Mehrgenerationenhaus haben?“ Und: „Was fehlt Ihnen in Ebstorf?“ Auf diese Fragen erhofft sich das Team möglichst viele Antworten. Wer sich einbringen will, kann den Leiter des Mehrgenerationenhauses auch unter (01 51) 50 62 58 68 erreichen.

Nicht zuletzt hofft Wrage, bei dem einen oder anderen Ebstorfer das Eis zu brechen und ihn vielleicht zu motivieren, die Einrichtung an der Zinskornscheune am Domänenplatz aufzusuchen und mit den Nachbarn über die vom DRK-Kreisverband betriebene Einrichtung zu sprechen. „Es gibt natürliche Hemmschwellen, die wir überschreiten können, wenn wir in Kontakt kommen“, sagt der Leiter. Auch Neubürger sollen erreicht werden. „Das ist eine Riesen-Chance. Die möchte ich gerne nutzen.“ Starten will das Team bei der Polizei, damit bekannt ist, wer in Ebstorf von Tür zu Tür geht. Zwei Monate lang, bis Ende Oktober geht das Trio dann Klinken putzen.

Die Ergebnisse der Haushaltsbefragung sollen in das Programm des Mehrgenerationenhauses ab November einfließen. Dabei sollen bewusst Menschen unterschiedlichsten Alters erreicht werden, besonders die, die jetzt noch einen Bogen um das Mehrgenerationenhaus machen. Dabei denkt Wrage vor allem auch an praktische Angebote aus den Bereichen Handarbeit und Werken. Oder an eine Handysprechstunde, in der junge Leute älteren Mitbürgern beim Umgang mit dem Smartphone zur Seite stehen.

Um neue Angebote zu realisieren, sucht Wrage natürlich auch Ehrenamtliche, die sich mit ihren Ideen im Generationenhaus einbringen.

VON GERHARD STERNITZKE

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