„Wir benötigen dringend Blutspenden“

DRK-Ortsverein organisiert am 19. November letzten Termin 2020 für Ebstorf

Vor Betreten des Spendelokals weisen Aufsteller darauf hin, dass Spender, die sich nicht gesund und fit fühlen, das Spendelokal erst gar nicht betreten dürfen.
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Vor Betreten des Spendelokals weisen Aufsteller darauf hin, dass Spender, die sich nicht gesund und fit fühlen, das Spendelokal erst gar nicht betreten dürfen.

Ebstorf – Der DRK-Ortsverein Ebstorf ruft am Donnerstag, 19. November, zu seinem letzten Blutspendetermin in diesem Jahr auf. In der Zeit von 16 bis 20 Uhr kann in der Oberschule Ebstorf, Fischerstraße 7, gespendet werden.

Wie auch schon bei den vergangenen Spendeterminen wird der Weg durch die Spende als Einbahnstraße geführt, so soll es zu möglichst wenig Begegnungen zwischen den Spendern kommen. Im Spendenlokal besteht eine Maskenpflicht. Im Anschluss an die Spende wird eine Lunchtüte überreicht, damit die Spender zu Hause ein schönes Abendbrot verzehren können.

Bedarf besonders in Krebstherapie

Der Blutspendedienst NSTOB in Springe weist darauf hin, dass trotz steigender Infektionszahlen weiterhin täglich Blutspenden benötigt werden, damit Patienten zu jeder Zeit sicher mit Blutpräparaten behandelt werden können, insbesondere in der Krebstherapie und bei der Notfallversorgung. Jede einzelne Blutspende werd dringend gebraucht. Alle Blutspendetermine unterliegen einem strengen Sicherheitskonzept, wodurch kein erhöhtes Risiko auf den Terminen bestehe. Die neuen Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie führten vielerorts zu Missverständnissen und Verunsicherung. Fest steht, dass die bestehenden Beschlüsse keine Einschränkung für die Blutspende bedeuten. Blutspendetermine sind für die Erhaltung unseres Gesundheitssystems relevant und daher kein Bestandteil der geplanten Pandemie-Beschränkungen.

Welche Sicherheitsmaßnahmen trifft der Blutspendedienst?

Aktuell finden Blutspendetermine zum Schutz von Spendern unter folgenden Sicherheitsvorkehrungen statt:

• Vor Betreten des Spendelokals weisen Aufsteller darauf hin, dass Spender, die sich nicht gesund und fit fühlen, das Spendelokal erst gar nicht betreten dürfen.

• Am Eingang stehen Desinfektionsstationen für die Hände bereit.

• Schon beim Betreten des Blutspendelokals wird die Temperatur jedes Blutspenders gemessen.

• Es wird auf einen sicheren Abstand zwischen den Spendern geachtet.

• Auch die Spendeliegen werden mit Sicherheitsabstand aufgebaut.

• Warteschlangen sollen durch zusätzliches Personal vermieden werden.

• Ein Imbissangebot zum Mitnehmen trägt dazu bei, die Aufenthaltszeit der Spender auf dem Termin zu verringern.

Blutspender sind „Lebensretter“. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Jeden Tag werden in Deutschland etwa 15 000 Blutspenden benötigt. Dazu organisieren die DRK-Blutspendedienste in Deutschland rund 43 000 Blutspendetermine im Jahr. Nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Das DRK deckt auf dieser Grundlage mehr als 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland ab.

Grundsätzlich darf jeder gesunde Mensch ab einem Alter von 18 Jahren (voll geschäftsfähig) bis zu seinem 68. Geburtstag beim DRK zur Blutspende gehen. Erstspender werden bis zu ihrem 61. Geburtstag zugelassen. Die Zulassung von älteren Spendern oder Erstspendern über 60 Jahren kann nach individueller ärztlicher Entscheidung möglich sein. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspender ihren gelben oder digitalen Unfallhilfe- und Blutspenderpass sowie einen amtlichen Lichtbildausweis.

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