200 000 Euro Sachschaden: Reitstall in Ebstorf brennt komplett nieder

Drei Pferde sterben im Feuer

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Die Einsatzkräfte konnten ein komplettes Abbrennen des Stalls nicht verhindern.

Ebstorf. Ein Pferdestall an der Fischerstraße in Ebstorf brannte am Sonnabendvormittag komplett nieder. Während die meisten der 15 dort untergebrachten Reitpferde noch rechtzeitig aus dem Gebäude getrieben werden konnten, starben drei von ihnen in den Flammen.

Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 200 000 Euro. Die Brandursache ist bislang unklar, Polizeibeamte des kriminaltechnischen Ermittlungsdienstes haben ihre Arbeit aufgenommen. Ein Mädchen, das zum Füttern der Vierbeiner im Stall war, hatte gegen 10.15 Uhr Brandgeruch wahrgenommen und ihrer Mutter Bescheid gesagt. Als beide gleich darauf zurück in den Stall kamen, stand ein Bereich, in dem Heu gelagert war, bereits in Flammen.

Fotos vom Einsatzort

Großbrand in Ebstorf - drei Pferde tot

Das Feuer bahnte sich unaufhaltsam seine Bahn: Als die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren nur wenige Minuten später am Ort des Geschehens eintrafen, stand der Pferdestall in Vollbrand. Trotz des Großaufgebots mit Wehren aus Uelzen (samt Drehleiter), Ebstorf, Wriedel, Hanstedt I, Natendorf, Stadorf, Melzingen und Allenbostel sowie der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes konnte ein komplettes Abbrennen des etwa 800 Quadratmeter großen Stalls nicht verhindert werden. Gestern rückten die Ebstorfer Feuerwehrleute nochmals zum Nachlöschen einiger Brandnester aus.

Erst im vergangenen Jahr sei der ehemalige Kuhstall in einen Pferdestall umgebaut worden, sagt Christine Bruns gegenüber der AZ. Ihre Tochter Sabine ist Inhaberin des Reiterhofes an der Fischerstraße. „Wir hatten im Sommer die Endabnahme, der Brandschutzbeauftragte war da. Da war alles auf neuestem Stand; wir brauchen uns keinerlei Vorwürfe zu machen“, so Christine Bruns.

„Wir haben jetzt keine Zeit, uns aufzuregen, sondern müssen nach vorne sehen“, sagt sie gefasst. Auch wenn ein großer Teil der Ausrüstung – Sättel und Trensen – ein Raub der Flammen wurde: „Der Betrieb läuft weiter wie gehabt“, betont Christine Bruns. Der Reiterhof bedeutet für die Familie die Existenz. Auf dem Gelände werde heute ein so genannter Zeltstall aufgebaut, in den die Pferde einziehen sollen, erklärt sie. Es werde Futter beschafft und alles Notwendige erledigt, damit heute die Arbeit weitergehen kann. So normal wie möglich.

Von Ines Bräutigam

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