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Das Nadelöhr von Ebstorf: Eltern mahnen Maßnahmen zu Schulwegsicherheit an

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Ein Kind überquert die Engstelle zwischen Lüneburger Straße und Domänenplatz.
Durch das Ebstorfer Nadelöhr zwischen Lüneburger Straße und Domänenplatz müssen Kinder und Eltern zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto. © Buhr

Die Schulwegsicherheit bleibt ein Dauerbrenner in Ebstorf. Im Fokus dabei seit Jahren: die Engstelle zwischen Lüneburger Straße und Domänenplatz. Die Kritik von Eltern der Mauritiusschule und der Kita entzündet sich nicht nur an der Fahrgeschwindigkeit, sondern auch an rücksichtslosen Autofahrern, die die den ohnehin schmalen Fußweg am Oberförstergehöft, der ehemaligen Bodwede-Schule, überfahren.

Ebstorf – Bürgermeister Heiko Senking reagierte schnell auf eine Beschwerde bei Facebook und sorgte jetzt dafür, dass an der Engstelle Baken zwischen Fahrgahn und Gehweg aufgestellt wurden. Dennoch wurde im Familienausschuss am Montag Unzufriedenheit laut.

Politiker sollen Ankündigungen umsetzen

Ronald Barth von der Initiative „Sicher zu Fuß in Ebstorf“ erinnerte an das Versprechen des alten Fleckenrats, Antregungen der Elterngruppe aufzugreifen. Doch der Bauausschuss habe sich nicht einmal damit beschäftigt. „Darüber bin ich sauer, sogar stinksauer.“ Und trotz der gefährlichen Situation an der Einfahrt zum Domänenplatz habe es der Flecken bislang nicht geschafft, die angekündigten Poller aufzustellen, monierte Barth. „Mein Appell an euch ist, Dinge mal umzusetzen.“

Die Poller seien noch nicht aufgestellt worden, weil die Arbeiten an der neuen Kita im Oberförstergehöft immer noch nicht abgeschlossen seien, erklärte Bürgermeister Senking (UWG). Die Baken sollen zum Schutz der Fußgänger erst einmal stehenbleiben. Gleichzeitig gibt es schon länger Ideen der Kommunalpolitiker, wie der Schulweg entzerrt werden könnte, damit nicht alle – Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder zur Kita bringen, und Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, durch dieselbe Engstelle müssen.

Mauerdurchbruch soll sicheren Zugang schaffen

So haben die Samtgemeinderatsmitglieder Senking, Hans Peter Hauschild (SPD) und Ulf Schmidt (CDU) jetzt einen Eilantrag gestellt, am Kaufhaus Kort in der dortigen Mauer eine Öffnung mit Durchgang zur Mauritiusschule zu schaffen. Der Höhenunterschied im Gelände soll durch eine Rampe ausgeglichen werden.

„Ein weiterer Zugang zum Schulgelände über das Grundstück Kort würde hier Entlastung schaffen und verbunden mit weiteren verkehrlichen Maßnahmen den genannten Gefahrenpunkt entschärfen“, heißt es in dem Antrag. Vielleicht sei es möglich, einen Zebrastreifen auf der Lüneburger Straße anzulegen, erklärte Senking im Ausschuss. Und möglicherweise könnten dann dort sogar die Busse halten und bräuchten ebenfalls nicht durch das Nadelöhr.

„Wir halten es für wichtig und ohne Weiteres möglich, diesen Weg zu schaffen. Er dient dem Nutzen der samtgemeindeeigenen Grundschule und ist nun nach dem Kauf des Grundstücks Kort durch die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ohne Beteiligung Dritter leicht zu verwirklichen“, fügt Hauschild hinzu. Die Samtgemeinde hat die Immobilie gekauft, um hier eine Mensa für den Ganztagsschulbetrieb einzurichten.

CDU-Fraktionschefin Katharina Förster wies auf einen eigenen Antrag hin, einen sogenannten Kids-and-Ride-Bereich am Ebstorfer Schützenplatz einzurichten. „Die Kinder könnten von hinten herum in Gruppen zur Schule gehen“, schlug sie vor. Für Hans Peter Hauschild wäre auch ein Haltepunkt auf dem Parkplatz des Waldemar denkbar.

Gleichzeitig warnt der SPD-Politiker davor, zukünftig möglicherweise benötigte weitere Kita-Plätze am Domänenplatz zu schaffen: „Das würde doch die bekannte Problematik der Zufahrt noch weiter verschärfen.“

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