Bürgerbus-Angebot in Ebstorf soll ausgeweitet werden

„Es brennt vielen unter den Nägeln“

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In der Samtgemeinde Wesendorf wird der Bürgerbus von einem Verein getragen. Das kann laut Heiko Senking ein Vorbild für einen Bürgerbus im Klosterflecken Ebstorf sein. 

Ebstorf. Viele ältere Menschen ohne Führerschein stehen auf dem Land vor einem Problem, wenn sie etwa zum Einkaufen oder zum Arzt müssen und keine Verwandten oder Freunde haben, die sie fahren können.

Um zumindest seinen Mitgliedern eine Lösung zu bieten, hat der TuS Ebstorf im vergangenen Jahr einen Bürgerbus im Klosterflecken gestartet. Laut Vorsitzendem Heiko Senking ist das Angebot ein Erfolg. Jetzt überlege man, das Projekt auf breitere Beine zu stellen und das Angebot auszuweiten.

Heiko Senking.

„Wir sprechen gerade mit mehreren öffentlichen Trägern darüber“, sagt Senking, der auch Bürgermeister des Klosterfleckens ist. Die gesamte Politik sei gefordert, weil vor allem die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Bevensen nicht optimal sei. Dabei müssten viele ältere Menschen etwa für Arztbesuche in die Kurstadt. „Das Thema brennt vielen unter den Nägeln“, berichtete Senking. Der TuS selbst könne eine Ausweitung des Angebots nicht leisten, weil der Verein Nichtmitglieder aus Versicherungsgründen nicht transportieren dürfe.

„Wenn wir das Leben auf dem Land im Alter ermöglichen wollen, müssen wir als Politik handeln“, so Senking. Langfristiges Ziel müsse es sein, einen Bürgerbus für die ganze Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf auf die Beine zu stellen. „Die Leute sollten von Wriedel bis Himbergen die Möglichkeit haben, zuverlässig für wichtige Termine nach Bad Bevensen zu kommen“, betont Senking. Aber nicht nur für wichtige Termine, sondern auch für einen Besuch von Schwimmbädern und zur Pflege sozialer Kontakte sei ein solcher Bus wichtig.

Vorbild kann laut Senking die Samtgemeinde Wesendorf im Nachbarlandkreis Gifhorn sein. „Was die dort machen, kann ich mir auch gut für uns vorstellen“, sagt Ebstorfs Bürgermeister. In Wesendorf werde der Bürgerbus von einem Verein getragen und finanziere sich hauptsächlich mit Hilfe von Sponsoren. Gleichzeitig sei der Bus in den öffentlichen Nahverkehr integriert und verkaufe zum Beispiel Tickets für den ganzen Tarifverbund des Landkreises Gifhorn.

Von Lars Lohmann

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