Baugenehmigung liegt vor / Gestaltung vorgestellt

Bodwede-Schule: In hellem Ocker mit Schieferplatten

+
Thorsten Brinck (hinten) zeigt den Mitgliedern des Bauausschusses den Probeanstrich an der Bodwede-Schule. Der Ausschuss hat sich einstimmig für den hellen Ockerton (links) ausgesprochen.

Ebstorf – Die Hängepartie um den geplanten Umbau der Bodwede-Schule in Ebstorf zu einem Kindergarten ist beendet.

Die Baugenehmigung für die Arbeiten liegt inzwischen vor, teilte Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf jetzt den Mitgliedern des Bauausschusses des Klosterfleckens mit. Der geplante Abschluss des Umbaus im Dezember könne somit eingehalten werden.

Der Bauausschuss musste sich jetzt noch mit dem zukünftigen Aussehen der ehemaligen Oberförsterei auseinandersetzen, die so, wie es der Denkmalschutz gefordert hat, wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden soll. Dazu betrieb der stellvertretende Bauamtsleiter Bevensen-Ebstorfs, Thorsten Brinck, akribische Spurensuche im Magazin des niedersächsischen Landesarchivs in Pattensen.

Das Ergebnis: Das Gebäude wird monochrom gestrichen, das heißt, auch das Fachwerk wird übermalt. Der Farbton ist ein heller Ockerton. „Der ist bei hoheitlichen Gebäuden so üblich gewesen“, erklärt Brinck. Um den Farbton genau zu bestimmen, habe eine Restauratorin die ursprüngliche Farbgebung freigelegt. Für den Anstrich müssen Mauer- und Fachwerk zunächst von alten Farbschichten befreit werden.

„Das geht beim Holz problemlos, bei den Steinen wird das schwieriger“, sagt Brinck. Dort könnte sich Granulat in den Poren absetzen. Der untere Teil des Mauerwerks wird grau gestrichen. Die Eingangstür erhält einen einfarbig grünen Anstrich. Die Süd- und die Westfassade werden hingegen mit Schieferplatten abgedeckt. Zudem sollen an den unteren Fenstern weiße Fensterläden angebracht werden. Für einen barrierefreien Eingang schlängelt sich eine Rampe zur Tür. „Wenn die Bauarbeiten beginnen, wird das zunächst brutal aussehen“, meint Brinck.

„Wir sollten den Mut haben, das so zu machen. Das Gebäude kann ein Vorzeigeobjekt werden“, sagt Oelstorf. Die Vorschläge Brincks werden vom Bauausschuss einstimmig empfohlen. „Wir müssen den Menschen aber auch zeigen, warum wir das jetzt so machen“, sagt Ulf Schmidt (CDU).

Die Entscheidung, das Fachwerk zu überstreichen, sei eine Vorgabe des Landesdenkmalschutzes und um die Fördergelder zu bekommen, müsse man sich daran halten. Persönlich hätte er genau wie der Ausschussvorsitzende Rolf-Dieter Lüllau das Fachwerk nicht überstrichen.

VON LARS LOHMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare