Baumaßnahmen im Missionarischen Zentrum: Anbau soll zum 1. Mai fertig sein

Bischof kommt zur Einweihung

Pastor Matthias Kuna (links) und Pastor Wolfhardt Knigge heißen Gäste an der neuen Haupteingangstür willkommen.

Hanstedt I. Noch führen keine Treppenstufen in den neuen offiziellen Haupteingang des Missionarischen Zentrums. Auch die Terrasse ist nicht fertig. Im neuen Anbau arbeiten Handwerker beflissen. Einiges fehlt noch, wie etwa Beleuchtung, Fußbodenbelag.

Anderes ist schon da, wie etwa neues Gestühl und Tische. Am „Tag der offenen Tür“, traditionsgemäß am 1. Mai, ist offizielle Einweihung durch Landesbischof Ralf Meister.

Der Leiter des Missionarischen Zentrums, Pastor Wolfhardt Knigge, und Pastor Matthias Kuna haben zum kleinen Rundgang und Gespräch geladen. Auf geht es in die Baustelle. „Eine Erweiterung wurde nötig“, erklärt Wolfgang Knigge. „Im Laufe der Jahre des Missionarischen Zentrums, das am 1. Mai 1979 eröffnet wurde, kamen Gebäude hinzu, die Bettenzahl erweiterte sich um 45 Betten. Etwa 14 000 Übernachtungen pro Jahr zählen wir. Aber die Küche und der Speiseraum blieben unverändert, da war eine Maßnahme überfällig.“

2009 wurden die Bauplanungen für diesen Bereich konkreter, am 31. Oktober 2011 begannen die Baumaßnahmen (die AZ berichtete). Kosten: 365 000 Euro, finanziert aus Mitteln der Landeskirche Hannover, Klosterkammer Hannover, der Baufirma Viebrock, die über Jahre eine besondere Beziehung zum Missionarischen Zentrum pflegt und privaten Spendern. „Wir pflegen hier eine Verbindung zwischen Tradition und Innovation – auch baulich“, führt Knigge an. So kann wieder durch das alte Schulportal gegangen werden, das bisher Notausgang war. Bewusst sind die Klinkersteine als Wand gelassen worden. Der Küchenbereich ist wesentlich optimiert, bietet jetzt kurze Wege, effizientere Arbeitsvorgänge und ausreichend Platz. Über einem neuen Gang an der Seite Richtung Hauptstraße ist wintergartenähnlich eine große Fensterfront entstanden. „Schaufenstercharakter“, meint Knigge, „das Dorf rückt näher an unser Zentrum.“ Im wirklichen Mittelpunkt ist jedoch die alte Kirche, auf die der Blick führt und dessen Spitze von Gebäuden und Gelände herausragend zu sehen ist.

Der neue geräumige Speiseraum lässt nunmehr zu, dass drei Gruppen parallel versorgt werden können, 140 Gäste Platz finden, dank der Gesamterweiterung von über 100 Quadratmetern.

Ungewohnt ist auch die Heizung, die über die Decke erfolgt. Der Raum lässt sich gut als Mehrzweckraum denken und bietet Gelegenheit für besondere Angebote, vom meditativen Tanz bis hin zu Beamer-Präsentationen. Das behagt auch Pastor Kuna, der einen seiner Arbeitsschwerpunkte im Haus im Projekt „Kirche und Schule“ hat. Er hat sich etwas überlegt für Schulklassen, die ihre Klassenfahrten ins Missionarische Zentrum machen. „Wir bieten nicht nur Übernachtungsmöglichkeiten und Versorgung an, sondern spürbare Gastfreundschaft, theologische Begleitung und pädagogische Mitarbeit. Bei Themen wie Gewalt und Mobbing, Konfliktlösung, Gemeinschaft in der Klasse oder eigene Stärken und Schwächen – dafür sind wir da. Zudem laden wir zu den Andachten ein, die täglich in der Kirche stattfinden.“

Knigge betont, dass Blick und Bindung zur Kirche immer aktuell sind. Er hebt die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen politischer Gemeinde, Kirchengemeinde und Missionarischem Zentrum hervor. Am Tag der offiziellen Einweihung, 1. Mai, wird Landesbischof Ralf Meister aus Hannover im Zeltgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt, predigen und im Anschluss den Erweiterungsbau einweihen. Ab 11.45 Uhr kann zwischen fünf verschiedenen Angeboten zum Thema „Da ist Musik drin“ ganz im Zeichen des diesjährigen „Jahr der Kirchenmusik“ gewählt werden, bevor um 13 Uhr das Mittagessen und somit die Zeit zur Begegnung beginnt. Abschlusshighlight ist ab 14.45 Uhr das Konzert mit „Fünf vor der Ehe“, einer bekannten, professionellen Band mit fünf smarten Jungs, die mit ihrer fetzigen Musik die Menschen im Zelt sichtbar bewegen werden.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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