Uwe Beecken ist raus

+
Wenig beschaulich geht es in Ebstorfs Politik zu: CDU-Fraktion und Bürgermeister gehen nicht weiter zusammen.

Ebstorf - Von Wiebke Brütt. Ein Brief sorgte Sonntag im Hause Beecken für Missstimmung: Einstimmig hat die CDU des Klosterfleckens Ebstorf den Ausschluss von Bürgermeister Uwe Beecken aus der Fraktion beschlossen. Mitglied der CDU bleibt er aber weiterhin. Und auch seine Plätze in Kreistags- und der Samtgemeindefraktion bleiben vorerst bestehen.

Aber alles der Reihe nach: Im Dezember 2010 hat Ebstorfs Bürgermeister offiziell bekannt gegeben, dass er bei der Kommunalwahl im September dieses Jahres nicht für die Christdemokraten ins Rennen gehen wird – ein herber Schlag für seine Parteifreunde (die AZ berichte). „Wir hatten damit gerechnet, dass er für uns antritt“, sagt Fraktionsvorsitzender Ulf Schmidt. Für ihn ist der jetzige Schritt nur konsequent. „Wie soll Uwe Beecken in Fraktionssitzungen mit uns über den Haushalt oder über Jugendpolitik diskutieren, wenn er schon dabei ist eine andere Gruppe aufzubauen. Das geht nicht.“

Denn daraus, dass er Gespräche mit anderen Parteien geführt hat oder sich nach anderen Unterstützern umschaut, macht der Bürgermeister keinen Hehl. Bereits am 9. Dezember, teilte er auf einer Fraktionssitzung seinen Parteifreunden mit, dass er nicht mehr hinter der CDU stehe, auf eine Kandidatur aber nicht verzichten will. Was zuerst nur über eine mündliche Abstimmung von der Mehrheit der CDU-Fraktion getragen wurde, teilte der Fraktionsvorsitzende seinem Bürgermeister nun vergangenen Sonntag schriftlich mit: Einstimmig wird Uwe Beecken aus der CDU-Fraktion des Klosterfleckens ausgeschlossen.

„Für mich sind die genannten aber aber keine Argumente“, meint Beecken, „ich behalte mir da auch rechtliche Schritte vor.“ Denn seiner Meinung nach ist die Aktion nicht ganz „sauber“ gelaufen. „Ich hätte im Vorfeld zu der Sache nochmal angehört werden müssen“, sagt der Bürgermeister. Bei der Fraktionssitzung am 13. Januar, bei der über den Ausschluss abgestimmt wurde, war er aber nicht anwesend. „Im Dezember war er noch einmal dabei. Danach nicht mehr“, erklärt Schmidt.

Ob es bei dem Ausschluss aus der Flecken-Fraktion bleibt, wird sich am Donnerstag zeigen. Denn dann tagt die Samtgemeindefraktion der CDU. Seinen Posten als Bürgermeister könnte Beecken nur durch einen Beschluss des Fleckenrates mit Zwei-Drittel-Mehrheit verlieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare