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Bahnplanung durch das Uelzener Kreisgebiet betrifft viele Bürger

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Vorstandsmitglieder Joachim Partzsch (links) und Friedrich Karl Bodin mit Karte.
Brisantes Kartenmaterial: Vorstandsmitglieder Joachim Partzsch (links) und Friedrich Karl Bodin. © Sternitzke, Gerhard

Steddorf, Bargdorf, Jelmstorf, Seedorf, Barum, Kirch- und Westerweyhe, Klein Süstedt und Hamerstorf – das könnten eines Tages Orte sein, die an den Reisenden vorbeifliegen. Jedenfalls dann, wenn die Deutsche Bahn ihre Pläne umsetzen sollte, die auf eine Neubaustrecke westlich der Bestandsschienen zwischen Radbruch und Hamerstorf hinauslaufen.

Vinstedt – Die Kreisverwaltung hatte bereits darauf hingewiesen, dass die Linie mitten durch den Uelzener Stadtwald verläuft. Das Aktionsbündnis für die Ostheide präsentierte am Donnerstag bei ihrer Mitgliederversammlung in Vinstedt eine selbst erstellte Karte.

Die Bürgerinitiativen hatten bereits lange darauf hingewiesen, dass sich die Bahn offenbar von dem im Dialogforum Schiene vereinbarten Ausbau der Bestandsstrecke verabschiedet hat. Die geschwungene rote Linie, die das Aktionsbündnis auf der Karte eingezeichnet hat, weist keine einzelnen Ortsumfahrungen auf, wie im Bundesverkehrswegeplan als Möglichkeit aufgeführt, sondern bildet eine eigenständige Trasse westlich davon.

Uelzen abgeschnitten von überörtlichen Zügen

Von einer „atemberaubenden“ Planung spricht Vorstandsmitglied Tobias Schütte bei der Vorstellung der Grobtrasse vor 32 Mitgliedern und weiteren Interessierten. „Es entsteht dadurch eine neue Betroffenheit. Die Menschen, die da leben, haben das noch gar nicht verinnerlicht.“ Besonders eng wird es zwischen Kirch- und Westerweyhe. Klein Süstedt würde sich zwischen alten und neuen Bahngleisen wiederfinden. Nebeneffekt der Planung: Sie würde den Uelzener Bahnhof links liegenlassen, betont Schütte: „Die fahren einfach an uns vorbei.“

Gutachten und Protestaktionen geplant

Das Aktionsbündnis will diese Planungen nicht hinnehmen. Geplant sind neue Protestaktionen mit den bekannten Kreuzen, aber auch ein neues Gutachten. Die Weichen dafür haben die Mitglieder gestellt. Sie haben einer Verdoppelung der Mitgliedsbeiträge zur Finanzierung zugestimmt.

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