Pflanzen im Klosterflecken Ebstorf verursachen Geh- und Straßenschäden

Bäume als „Sachbeschädiger“

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Manche Bäume verursachen Straßen und Gehwegschäden im Klosterflecken Ebstorf. Jetzt werden einige der Bäume gefällt und durch Neupflanzungen ersetzt.

Ebstorf. Sie sorgen für Grün in den Straßen, spenden kühlenden Schatten im Sommer – und verursachen Straßenschäden.

Manche Bäume im Klosterflecken Ebstorf sorgen für Probleme, die Wurzeln werfen das Pflaster der Straßen oder Gehwege auf und werden zu Stolperfallen für Fußgänger und Co. Daher hat sich der Flecken entschlossen, einige Bäume zu fällen, die eine Gefahr darstellen oder schwere Sachschäden verursachen, informierte Bauamtsleiter Roland Klewwe jüngst den Bauaussschuss.

„Bäume begehen oft Sachbeschädigung“, erklärte Klewwe mit einem Augenzwinkern. Wenn die Schäden durch einen Baum Überhand nähmen, müsse dieser gefällt werden. Aber nach einer Fällung werde auch für Ersatz gesorgt. „Da wo es möglich ist, wird neu gepflanzt“, stellte Klewwe klar. Es werde nur gefällt, wo es wirklich nötig sei.

Die Schäden würden vor allem von flach wurzelnden Bäumen wie Linden und Ahorn verursacht. Diese Bäume seien in der Vergangenheit sehr beliebt bei Pflanzungen an Straßen gewesen und würden jetzt Probleme verursachen. Bisher seien Bäume „Hinter den Höfen“ und in der „Amelingstraße“ schon gefällt worden, berichtete Klewwe den Bauausschussmitgliedern. Bis Ende März sollten noch weitere Bäume gefällt werden. Ab April dürfen dann nur Bäume beseitigt werden, die eine unmittelbare Gefahr darstellen, so regelt es das Gesetz.

„Ich kann das nur begrüßen, die Schäden zu beheben, kostet auf Dauer nur Geld“, erklärte Bauausschussmitglied Aras Tekin (SPD). So sei etwa auch am Teichweg die Pflasterung hochgekommen. Wichtig sei es aber, bei künftigen Baumpflanzungen tiefwurzelnde Arten zu bevorzugen, um zu verhindern, dass künftig wieder Straßen oder Gehwegschäden durch Bäume verursacht werden.

Wenn Bürger solche Schäden bemerken, sollten sie Bauhof oder Verwaltung benachrichtigen, erklärte Klewwe. Dann werde überprüft, ob es einen Grund zur Fällung gebe. Klewwe stellt klar: „Zu viel Laub ist kein Grund.“

Von Lars Lohmann

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