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Von Bach bis zur Krippe aus Gips

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Die Schülerfirma der Oberschule Ebstorf bot neben raffiniert verpacktem Vogelfutter auch niedliche Elche an.
Die Schülerfirma der Oberschule Ebstorf bot neben raffiniert verpacktem Vogelfutter auch niedliche Elche an. © Buhr

Ebstorf. „Für uns beginnt die Adventszeit erst mit dem Konzert des Posaunenchores“, erzählten Besucher auf dem Weg in die Ebstorfer Klosterkirche. Viele waren der gleichen Meinung, denn der Strom war lang.

Manch einer warf noch schnell einen Blick in die Krippenausstellung im Gemeindehaus.

Zur festlichen Einstimmung spielte der Posaunenchor Ebstorfer Teile aus Bachs Weihnachtsoratorium in der Klosterkirche.
Zur festlichen Einstimmung spielte der Posaunenchor Ebstorfer Teile aus Bachs Weihnachtsoratorium in der Klosterkirche. © Buhr

„In diesem Jahr ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach unser Thema. Ich habe es den Bläsern nicht leicht gemacht – schwere Hürden waren zu nehmen, verschiedene Stilrichtungen zu überwinden, aber ich bin stolz auf meinen Chor, er hat eine Wahnsinnsleistung vollbracht“, sagte Dirk Jeß, Leiter des Posaunenchores Ebstorf. Bach hat sein Werk für großes Orchester, Chor und Solisten komponiert. Das große Orchester haben Posaunen und Tuba übernommen, Trompeten die Solostimmen ersetzt. Während Dirk Jeß die Texte zwischen den Stücken las, übernahm die Orgel die Alt-Arie „Schlafe, mein Liebster“. Auch Gemeindegesang fehlte nicht, damit die Bläser im Alter von zwölf bis über 80 Jahren ein bisschen Luft holen konnten.

Nach dem Konzert wanderten viele Besucher durch die Krippenausstellung im Gemeindehaus, die fast 50 Krippen aus vielen Ländern der Welt zeigten. Die Vielfalt reichte von der gläsernen Krippe aus Skandinavien über die mallorquinische Krippe aus Gips, bis zur gehäkelten Krippe aus Südafrika. Die kleinste Krippe fand Platz in der Streichholzschachtel.

Vorbei am lebensgroßen Elch unter dem leuchtenden Stern hindurch lockte dann ein Bummel über den Weihnachtsmarkt. Bei den Kleinen war das Karussell gleich neben dem geschmückten Tannenbaum der Hit, die Großen suchten lieber nach besonderen Geschenken. Vom Edelsteinschmuck über Handgestricktes, von Eisen- und Holzdekorationen bis zu Köstlichkeiten aus Honig und Wärmendes aus Filz reichte die Vielfalt. Süße Knabbereien, geräucherte Forellen, Torte, Bratwurst und Flammkuchen machten das kulinarische Angebot komplett. Der kleine Leo hingegen hatte kaum Zeit fürs Karussell, weil er seinen Pokal vom Winterlauf nicht aus den Augen lassen wollte. Dort hatte er den dritten Platz gemacht.

Von Monika Buhr

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