Warten auf die Baugenehmigung

Arbeiten für neue Ebstorfer Kita sind immer noch nicht gestartet

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Der Bauantrag für die neue Ebstorfer Krippe an der Hauptstraße ist noch nicht genehmigt.

Ebstorf – Stille an der Hauptstraße 25b. Keine Eltern, die den quengelnden Nachwuchs aus dem Auto laden, keine hellen Kinderstimmen. Die Lamellenvorhänge des ehemaligen Sonnenstudios sind geschlossen.

Dabei wollte der Klosterflecken Ebstorf hier bereits zum ersten November eine neue Kindertagesstätte eröffnen.

„Wir können nichts dafür“, sagt Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf. „Der Bauantrag ist beim Landkreis.“ Und genau da schmort er nun, während für den Klosterflecken die Zeit davon läuft. Der DRK-Kreisverband soll das Ausweichquartier für eine Kindergarten- und eine Krippengruppe umbauen und betreiben. „Die Firmen stehen bereit. Sie hätten längst angefangen“, sagt Oelstorf.

„Die Bearbeitung des am 10. September 2019 beim Landkreis eingegangenen Bauantrages wurde durch die Kreisverwaltung weder verzögert noch handelt es sich um eine lange Bearbeitungszeit“, betont Landkreis-Sprecher Martin Theine. „Das Genehmigungsverfahren kann seitens des Landkreises noch nicht abgeschlossen werden, da unter anderem noch nicht alle Stellungnahmen der zu beteiligenden Fachbehörden vorliegen.“ Die Frist hierfür laufe erst am 21. November ab. Auch liege dem Landkreis noch nicht die Zustimmung des Nachbarn für die grenznahe Bebauung, eine sogenannte Baulast, vor.

Hohe Anmeldezahlen für Krippe und Kindergarten bringen den Flecken Ebstorf wie auch andere Kommunen in diese Schwierigkeiten. Als Standort für die neue Kita ist die ehemalige Bodwede-Schule vorgesehen. Dort verzögerten Denkmalschutzauflagen die Planungen (AZ berichtete). Als Übergangsquartier soll das ehemalige Sonnenstudio umgebaut werden. Durch die Probleme mit dem Bauantrag verlängert sich das Provisorium im Mehrgenerationenhaus. Dort ist eine Kindergartengruppe einquartiert.

Oelstorf hofft nun, dass die Landesschulbehörde die Ausnahmegenehmigung für das Behelfsquartier verlängert, die zum 31. Oktober auslief. „Wir sind guter Dinge“, sagt Oelstorf. Denn die Verzögerung habe der Flecken nicht zu vertreten.

VON GERHARD STERNITZKE

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