Klosterflecken Ebstorf zeichnet Johana Thode mit der Goldenen Ähre aus

Ansprechbar und hilfsbereit

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Feierlicher Moment: Bürgermeister Heiko Senking steckt Johana Thode die Goldene Ähre des Klosterfleckens Ebstorf an; Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf (im Hintergrund) freut sich mit.

Ebstorf. Ohne ihren Mann hätte sie Ebstorf wohl niemals kennengelernt. Denn Jürgen Thode war es, der seine Frau vor vielen Jahren mit der Liebe zu seinem Heimatort angesteckt hatte. Für sie war ein Engagement im Sinne des Klosterfleckens nur allzu folgerichtig.

Am Montagabend wurde Johana Thode für ihr vielfältiges Wirken zum Wohle Ebstorfs mit der Goldenen Ähre geehrt. Es ist die höchste Auszeichnung, die der Klosterflecken Ebstorf vergibt.

Bevor Bürgermeister Heiko Senking der Geehrten die runde Anstecknadel ans Revers heftete, würdigte er vor allem ihren Einsatz bei den Führungen durch das historische Ebstorf. Zwölf Jahre lang weihte die heute 80-Jährige Interessierte in die Besonderheiten des Fleckens ein. Zehn Jahre gehörte sie zur ersten Crew um Dorfausrufer Hinnerk, wo sie die adrette Waschfrau Marie mimte. „Die Klosterführungen gehen auch nicht ohne sie“, betonte Heiko Senking, der sich zur Feier des Tages seine Bürgermeisterkette angelegt hatte. „Ihr geschichtliches Interesse gehört ganz und gar ihrem Wohnort, und sie ist jederzeit ansprechbar und hilfsbereit. Dafür ist der Klosterflecken Ebstorf ihr zu Dank verpflichtet.“

Johana Thode dankte derweil allen, „die es mir ermöglicht haben, diesen Weg des Ehrenamts zu gehen“, sagte sie. Allen voran ihr verstorbener Mann Jürgen. Er habe ihr ständig Bücher zur Geschichte Ebstorfs hingelegt mit den Worten: „Das musst du lesen, das liest sich wie ein Krimi.“ 1978 leitete Johana Thode dann gemeinsam mit der inzwischen verstorbenen Sophia Wichelmann ihre erste Führung im Ebstorfer Kloster.

Nach und nach kamen die Tourist-Information und das Hinnerk-Team auf sie zu, um sie auch dort zum Mitmachen zu begeistern. Und Johana Thode war mit großer Begeisterung dabei. „Ihr ward super!“ strahlte sie das erste Hinnerk-Ensemble um Jürgen Drewes an, das zu ihrem Ehrentag ins Ebstorfer Rathaus gekommen war. Und auch die zweite Gruppe, die regelmäßig mit dem Dorfausrufer ausschwärmt, sei „wunder-wunderbar“.

Für die 80-jährige Ebstorferin sei eines gewiss, betonte sie abschließend: Das ehrwürdige Kloster und ihr Heimatort Ebstorf hätten in der Vergangenheit allen Wirren stand gehalten. „Und ich bin sicher, dass sie auch weiterhin allen Wirren stand halten“, sagte Johana Thode. Wenn alle gemeinsam ein Motto beherzigten: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Von Ines Bräutigam

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