53-Jähriger soll Überfall vor Lüneburger Sportcafé mit geplant haben

Anklage gegen Ebstorfer

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Gegen den Kurden, der im November in Ebstorf festgenommen wurde, wurde nun Anklage erhoben.

Ebstorf/Lüneburg. Versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung – diese Verbrechen werden einem 53-Jährigen aus Ebstorf vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat Anklage bei der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Lüneburg erhoben.

Der Angeschuldigte war bereits am 18. November von der Polizei festgenommen worden, nachdem sich nach einem Gutachten des Landeskriminalamtes gegen ihn ein dringender Tatverdacht ergeben hatte. Er soll zusammen mit zwei anderen Männern an der Planung und Ausführung eines Überfalls in der Lüneburger Innenstadt beteiligt gewesen sein.

Die Festnahme der bereits zuvor angeklagten Männer war noch am 5. Oktober vergangenen Jahres erfolgt, nachdem der dringende Verdacht bestand, dass sie in den Abendstunden desselben Tages zwei Männer (36 und damals 41 Jahre alt) vor einem Sportcafé in der Lüneburger Innenstadt durch Schüsse schwer verletzt hatten (die AZ berichtete). Der dritte Angeklagte, gegen den nun Anklage erhoben wurde, soll zwar nicht selbst geschossen, aber eine Schusswaffe bei sich geführt und vorgehalten haben. Nachdem das erste Opfer schwer verletzt in das Sportcafé geflüchtet und das zweite Opfer durch einen Schuss und einen Messerstich verletzt war, soll der Angeschuldigte außerdem auf den am Boden Liegenden eingetreten haben. Als einer der anderen Angeschuldigten erneut auf das Opfer schoss, dürfte der jetzt angeklagte Mann unerwartet in die Schussbahn geraten sein. Als er das Opfer erneut treten wollte, traf die für das Opfer bestimmte Kugel ihn selbst und verletzte ihn. Anschließend flohen die Angeschuldigten.

Die Hauptverhandlung wird im Fall der Eröffnung der Verfahren voraussichtlich gegen die drei Angeschuldigten, die weiterhin in Untersuchungshaft sitzen, gemeinsam stattfinden. Die Verhandlung beginnt vermutlich Ende März. Die Schüsse vor dem Sportcafé könnten eine geplante Racheaktion gewesen sein. Denn einen Tag vor der Tat sollen die beiden zuerst Angeklagten mit zwei Männern – unter anderem mit einem der Opfer – aneinandergeraten sein. Geldforderungen könnten hierbei eine Rolle gespielt haben. Bei der Auseinandersetzung wurde einer der Angeschuldigten verletzt.

Von Wiebke Brütt

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