Klas Tilly ist begeisterter Kanute – und Künstler: Naturerlebnisse malte er / Ausstellung bei der IHK

Abenteuer auf Leinwand

Was der heute 77-jährige Klas Tilly bei seinen Kanutouren sieht, bannt er über Jahre hinweg farbenfroh auf Leinwände. Nun ist eine Auswahl von gut 30 Bildern aus der Reihe „Landschaftsimprovisationen“ in Lüneburg zu sehen.
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Was der heute 77-jährige Klas Tilly bei seinen Kanutouren sieht, bannt er über Jahre hinweg farbenfroh auf Leinwände. Nun ist eine Auswahl von gut 30 Bildern aus der Reihe „Landschaftsimprovisationen“ in Lüneburg zu sehen.
  • Norman Reuter
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Lüneburg/Ebstorf. Die Natur – für Klas Tilly gibt es nichts Schöneres. Über Jahre steigt er in Kanus, erkundet vom Wasser aus Landschaften.

„Wir haben Touren gemacht in Frankreich, in Norwegen, Finnisch-Lappland, die sind so noch nicht gefahren worden“, sagt der Ebstorfer im AZ-Gespräch. Über Jahrzehnte spürt er der Natur auch mit dem Pinsel nach; Bilder, die sich dem Kanuten während seiner Natur-Erlebnisse in seinen Kopf brennen, bannt er auf Leinwände. „Landschaftsimprovisationen“ nennt er die Reihe. Eine Auswahl dieser Bilder wird ab kommenden Dienstag im Foyer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg in Lüneburg zu sehen sein.

Der Club von Lüneburg, er setzt sich unter anderem für die Förderung der Kultur in der Salzstadt ein, hat Tilly eingeladen, seine Bilder auszustellen. Die IHK stellt die Räumlichkeiten. Der Künstler wird zum Auftakt der Werkschau über die „Abenteuer“ sprechen, die er erlebte, und was ihn bei den Bildern inspirierte – eine Vernissage ist am Dienstag, 4. April, ab 19 Uhr im IHK-Foyer geplant. Womöglich zitiert Tilly dann auch, wie im AZ-Gespräch, den Künstler Henri Matisse: „Wenn wir von Natur sprechen, dürfen wir nicht vergessen, das wir ein Teil von ihr sind. Dies sollten wir immer bedenken, wenn wir einen Stein, einen Baum, das Wasser oder den Himmel betrachten.“ Der 77-jährige Tilly wird mit den Bildern seinen Blick auf die Natur zeigen.

Dem Ebstorfer geht es beim Schaffensprozess nicht um eine originalgetreue Wiedergabe des Gesehenen: Schluchten, tosendes Wasser, romantische Landschaften – in den Werken von Tilly sind sie mehr erahnbar als wahrnehmbar. Manchmal ist es auch nur winziges Detail, ein Blatt oder ein Halm, das in den Werken mit Farben beleuchtet wird.

Es sei ein permanenter Schaffensprozess“, sagt Tilly. Auch heute noch, obwohl die Kanutouren bereits 20 Jahre zurückliegen. Von „erinnerten Erinnerungen“ spricht der Künstler, der bereits in der gesamten Bundesrepublik ausstellte. In den 60er Jahren studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

Die Werkschau in den IHK-Räumen wird bis Freitag, 19. Mai zu sehen sein, jeweils montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr.

Von Norman Reuter

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