Gemeinde bittet Straßenbehörde um Landschaftsmaßnahme für besseren Sichtschutz

A 39: Römstedter wollen einen Wall

+
Die Strecke des Lückenschlusses der A 39 in Richtung Wolfsburg führt auch über Römstedt – die Gemeinde will von der Autobahn aber am liebsten nichts sehen und wünscht sich einen Landschaftswall, hinter dem das Bauwerk verschwinden soll.

wm Römstedt. Dass sich so viele Zuhörer einfinden würden, überraschte Römstedts Bürgermeister Bernd Lüders und seine Ratskollegen. So mache die Ratsarbeit Spaß, wünschte sich der Bürgermeister auch bei künftigen Ratssitzungen viele Zuhörer.

Während der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus ging es unter anderem um den Bau der geplanten A 39 und schnelles Internet.

In Abschnitt 2, der die Trassenführung von Lüneburg bis Bad Bevensen (L 253) umfasst, soll das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr eröffnet werden, gab Bürgermeister Lüders zum Thema Autobahn bekannt. Der Abschnitt 3 (von der Landesstraße 253 bis Uelzen) hinke weit hinter dem Zeitplan her. Wie berichtet, soll im Zuge des Abschnittes 2 die Auf- und Abfahrt wieder in den Römstedter Bereich in Höhe der Landesstraße verlegt werden.

Die Trasse der Autobahn, die im Bereich Römstedt mehrere Meter in die Erde verlegt wird, sollte einen zusätzlichen Landschaftswall erhalten. Das habe der Rat gegenüber der Straßenbaubehörde angeregt. Nun hofft der Rat, dass der Vorschlag in die Planung aufgenommen wird. Der bepflanzte Wall habe den Vorteil, so Lüders, dass die A 39 von Drögennottorf und Römstedt aus nicht zu sehen sei.

Im Zuge des Autobahnbaus gibt es bekanntlich eine Flurbereinigung. Nun gibt es die Möglichkeit einer zusätzlichen Flurbereinigung, die weitere Flächen der Gemeinde umfasst. Federführend dabei ist die Straßenbaubehörde in Braunschweig. Die Planung erstellt die Behörde kostenlos, die mögliche Umsetzung wird mit 75 Prozent bezuschusst.

Um Möglichkeiten der erweiterten Flurbereinigung aufzuzeigen, gibt es eine öffentliche Info-Veranstaltung am Mittwoch, 15. November, ab 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Römstedt.

Für das schnelle Internet werden derzeit schon Kabel in Bereichen des Landkreises Uelzen verlegt. Die Umsetzung des Ausbaus der Breitbandversorgung ist, wie ausführlich berichtet, in mehrere Cluster aufgeteilt. In der Gemeinde Römstedt soll mit der Vorvermarktung im Januar nächsten Jahres begonnen werden. Sie dauert bis zum 31. März 2018. Es wird mehrere Info-Veranstaltungen geben.

Zum Cluster 10 gehören die Gemeinden Römstedt, Altenmedingen, Himbergen und Weste. Erreicht werden muss im Cluster eine Anschlussdichte von 60 Prozent, machte der Bürgermeister nochmals deutlich und appellierte an die 25 Zuhörer, die Pläne zu unterstützen und für das schnelle Internet zu werben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare