Dreckig und dunkel...

. . . muss die Boulette sein. Dreckig, weil sie gebraten wurde auf einem Rost, der schon die Feuer der Urzeit gesehen hat. Und dunkel, weil sie eine recht heiße Zeit auf diesem Rost verbracht hat. Die Boulette ist der Freund des echten Mannes.

Und was sonst nicht immer in einem Menü Platz findet, findet in der Boulette Platz. Boulette mit Kapern, mit Paprika, mit Selleriebröckchen: Die Boulette verhilft all dem zu lukullischer Klasse, meint der Uhlenköper.

Nicht so die Frikadelle aus dem Snack-Automaten, der in der Druckerei steht. Der neugierige Uhlenköper hat sie erstanden, und sie sodann aus einer Art Folien-Verpackung, in welcher auch gern zu kühlende Medikamente aus der Apotheke verpackt werden, herausgezogen: Ein hellbraunes Ding, laff und langweilig, rechteckig und flach wie eine Scheibe abgepacktes Mischbrot. Ohne Pepp, ohne Asche, ohne Leben. Eine geschmacklich weichgespülte, brave, sterile Frikadelle der Feigheit. Nein, das kommt ihm nicht mehr auf den Teller, dem

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