Zu nah an den Dörfern?

Kritsche Nachfragen: Wilfried Teichmann legte einen eigenen Plan vor.Foto: Baatani

tm/dib Uelzen. "Nur zu sagen, wir werden das schon regeln, ist ein bisschen zu einfach", protestierte ein Zuhörer in HanstedtII: Die Pläne der Stadtverwaltung, entlang der geplanten Autobahn 39 große Gewerbegebiete auszuweisen, sorgt weiter für erhebliche Unruhe in den betroffenen Ortschaften. Auch auf den jüngsten Sitzungen am Mittwochabend in Hanstedt II und gestern Abend in Riestedt konnten sich die Ortsräte nicht dazu durchringen, die Pläne des Uelzener Bauamtes abzusegnen.

Rund 40 Bürger waren ins Gasthaus Meyer in Hanstedt II gekommen, um ihre Bedenken zu äußern. "Nach dem Plan der Stadt wird die Gewerbefläche nördlich der B 71 zu nah an den Ort Hanstedt II herangeführt", wurde Stadtbaurat Gert Stöckicht vorgehalten.

4,52 Millionen Quadratmeter an Gewerbeflächen will die Stadt Uelzen an zwei Abfahrten der geplanten Autobahn ausweisen. Nach ihrem Konzept setzt sich die Fläche aus insgesamt acht Flächen zusammen, vier im Bereich der zukünftigen Anschlussstelle Uelzen-Nord im Raum Riestedt und vier im Bereich der Anschlussstelle Uelzen-Ost im Raum Hanstedt II.

Wilfried Teichmann (SPD) legte einen Alternativplan zum Flächennutzungsplan der Stadt vor, in dem er die Wünsche der Bürger verwirklicht sieht. "Die Größe der Gewerbefläche ist die gleiche, aber sie ist anders ausgelegt", sagt er.

Umstritten ist auch die Anschlussstelle Uelzen-Ost der A39, durch die die Anwohner vermehrten Lkw-Verkehr durch ihren Ort befürchten.

Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Stöckicht schlug deshalb vor, zur nächsten Ortsratssitzung den Leiter des Straßenbauamtes Lüneburg einzuladen – der Ortsrat Groß Liedern/HanstedtII stimmte dem zu.

Erschienen: 20.03.2009: AZ / ärzte / Seite:3

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