Diese Angewohnheit . . .

. . .   wird er einfach nicht los. Geht Uhlenköper einkaufen, ist es nämlich immer das gleiche Bild: Stets nimmt er die Waren „von hinten weg“.

Ob Toastbrot oder Milchtüte, ob Fleischsalat oder Katzenfutter – die Dosen, Päckchen und Flaschen in der ersten Reihe lässt er stehen und greift lieber darüber hinweg zu den hinteren Exemplaren. Auch beim Kauf von frischem Obst ist er äußerst wählerisch: Will er aus einer Palette Äpfel, sagen wir, vier Stück haben, werden die Augen scharf gestellt und die Hand kreist. . . Und es dauert eine beträchtliche Weile, bis er die Früchtchen eingesackt hat, die ihm besonders lecker erscheinen. Das Gleiche gilt übrigens für andere Obst- und Gemüsesorten genauso – ob Blumenkohl oder Tomaten, Weintrauben (ganz schlimm!) oder Kürbisse. Auch schwierig: beim Bäcker. Da bittet er gezielt um die hellen Brötchen oder jene Puddingschnecken, die auch so aussehen, als wäre Pudding in ihnen. Auf die Spitze treibt es unser Mann bei der Auswahl einer Lakritz- und Fruchtgummimischung. Er mag nämlich die Dinger mit weißem Schaumzeug in oranger Zuckerkruste überhaupt nicht und findet auch die rosanen Eckigen mit Lakritz in der Mitte eklig. Stattdessen soll seine Mischung möglichst viele runde Lakritzstangen mit weißer Füllung enthalten – die schmecken ihm am besten. – Wie lange also die Sichtung dieser Tüten im Supermarkt dauert, das erspart er Ihnen an dieser Stelle lieber im Detail. Sie können es sich denken, glaubt.

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