A39 dicht an Wierstorf vorbei?

bo/jn Schweimke. Keine Autobahn 39, und möglichst schon gar nicht durch die Gemeinde Obernholz – das ist das Ziel der politischen Initiative FLOh (Freie Liste Obernholz).

Am Donnerstagabend informierten die Mitglieder rund 20 Interessierte in Brockmanns Saal in Schweimke über die möglichen Konsequenzen einer Trasse durch ihre Gemeinde. Uwe Bilau von der Bürgerinitiative (BI) "Keine A39 im Isenhagener Land" stellte alle möglichen Trassenverläufe vor. Sorgen macht den FLOh-Mitstreitern wie Dietrich Brockmann vor allem eins: Aus Lüneburg gebe es so starken Gegenwind gegen die durch den Osten der Region verlaufende Vorzugsvariante, dass möglicherweise wieder eine westliche Trassenführung auf der B4 ins Spiel kommen könnte. In diesem Fall wäre ein Verlauf der A39 durch Obernholzer Gebiet möglich. Brockmann: "Das ist natürlich eine große Gefahr, weil die Strecke dann teilweise nur wenige 100 Meter von Ortsrändern entfernt verläuft." Eine A39-Alternative, die die Planer neben der Vorzugsvariante vorgestellt haben, könnte bei Sprakensehl nach Osten abknicken und im Verlauf unmittelbar südlich an Wettendorf und nördlich an Steimke vorbeiführen. Auch die Wierstorfer und die Wentorfer hätten die Trasse direkt "vor der Haustür". Ähnliches gilt für eine Variante der Querspange: Die B190n/2 – bisher nicht Teil der Vorzugsvariante – würde, nach den Planskizzen für das Raumordnungsverfahren zu urteilen, in noch geringerer Entfernung an Steimke und Wierstorf vorbeiführen. Wentorf könnte zusätzlich von einer anderen Querspangen-Alternative betroffen sein, die aus Richtung Hankensbüttel kommend bei Alt-Isenhagen nach Norden schwenkt und östlich an Wentorf vorbeiführt. Eines der Hauptargumente der Obernholzer A39-Kritiker war, dass Landwirte durch die Zerschneidung von Verbindungswegen weite Umwege in Kauf nehmen müssten. Mit dem Info-Abend wollten die Autobahn-Gegner von FLOh ("wir sind gegen die A39") Argumente liefern – auch für Bürger, die eigentlich den Bau der Fernstraße befürworten. Brockmann: "Wir wollen aufklären, entscheiden muss dann jeder selbst." Einwendungen können noch bis 30. Juni an die Regierungsvertretung Lüneburg, Auf der Hude 2 in 21339 Lüneburg geschickt werden. Vorformulierte Einwendungen sind über die FLOh-Kandidaten Ernst Bludau, & (0171) 4343049, Petra Bauke, & (05832) 6821, oder Nicole Knemeyer, & (05832) 1866, erhältlich. Erschienen: 24.06.2006: IK / 145 / Seite:6

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